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Archiv - Steuertipps 2012

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2012 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Urteil zu Übernachtungskosten und regelmäßiger Arbeitsstätte...

Datum: 12.06.2012 | Rubrik: Fernfahrer
Der Bundesfinanzhof (BFH) hat mit dem am 30. Mai 2012 veröffentlichen Urteil (Az. VI R 48/11) entschieden, dass ein im Ausland tätiger Fernfahrer, der in der Schlafkabine seines LKW übernachtet, nicht die Übernachtungspauschalen der Finanzverwaltung für Auslandsdienstreisen als Werbungskosten geltend machen kann. Begründung: Diese Pauschalen überschreiten die tatsächlich angefallenen Aufwendungen beträchtlich, so dass ihre Anwendung zu einer offensichtlich unzutreffenden Besteuerung führen würde.

Abziehbar sind jedoch die tatsächlich angefallenen Aufwendungen. Liegen Einzelnachweise nicht vor, so ist ihre Höhe zu schätzen. Im zugrunde liegenden Fall hatte der Fernfahrer arbeitstäglich Übernachtungskosten in Höhe von 5 Euro angesetzt. Dieser Betrag war nach Auffassung des BFH nicht zu beanstanden.

Die Richter haben in demselben Fall ferner auch noch entschieden, dass ein Fernfahrer die Kosten für die Fahrten von der Wohnung zum LKW-Wechselplatz in der tatsächlich angefallenen Höhe als Werbungskosten abziehen darf. Das Finanzamt hatte nur die Entfernungspauschale anerkannt, weil es davon ausging, es handle sich um Fahrten zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte. Der BFH hat dies aber anders beurteilt. Der solcher typischer LKW-Wechselplatz ist keine regelmäßige Arbeitsstätte, weil es sich
  • nicht um eine betriebliche Einrichtung des Arbeitgebers handelt und

  • der LKW selbst keine regelmäßige Arbeitsstätte ist, weil es am dafür erforderlichen Merkmal einer ortsfesten Einrichtung mangelt.
Grundsatz: Kosten für die Unterbringung während einer Dienstreise können gegen Nachweis in unbegrenzter Höhe als Werbungskosten abgezogen werden, sofern sie nicht vom Betrieb steuerfrei erstattet worden sind oder noch werden. Die vom Hotel, der Pension oder einem Gasthof ausgestellte Rechnung muss auf den Namen des Arbeitnehmers lauten. Übernachtet er im Ausland, so kann der Arbeitgeber statt des Einzelnachweises auch die länderspezifischen Übernachtungspauschbeträge steuerfrei erstatten. Die Übernachtungspauschalen gibt es ab 2008 aber nicht mehr für den Werbungskostenabzug und muss als Nebenkosten nachgewiesen oder glaubhaft gemacht werden.

Tipp: Sofern Arbeitnehmer auf Geschäftsreise jenseits der Grenze ihre Übernachtungskosten in tatsächlicher Höhe gegen Beleg absetzen, wird die Hotelrechnung in Nicht-Euro-Ländern meist in Fremdwährung lauten. Diesen Betrag muss der Reisende in Euro umrechnen. Welcher Kurs dabei gilt, ist von der Finanzverwaltung bisher nicht besonders geregelt. Daher empfiehlt es sich, Bankbelege über den Devisenumtausch oder Kontoauszüge über die Belastungen aufzubewahren und ebenfalls vorzulegen.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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