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Archiv - Steuertipps 2012

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2012 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Fiskus klärt Lohnsteuerfragen zu den arbeitsrechtlichen Regeln...

Datum: 08.06.2012 | Rubrik: Familienpflegezeit
Mit dem Gesetz zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf wurde das Familienpflegezeitgesetz (FPfZG) beschlossen und mit dem zum 1. Januar 2012 die Familienpflegezeit eingeführt worden. Hierdurch wird die Vereinbarkeit von Beruf und familiärer Pflege verbessert, indem Beschäftigte ihre Arbeitszeit über einen Zeitraum von maximal zwei Jahren auf bis zu 15 Stunden reduzieren können, aber während der Familienpflegezeit eine Entgeltaufstockung in Höhe der Hälfte der Differenz zwischen dem bisherigen Arbeitsentgelt und dem Arbeitsentgelt erhalten. Das errechnet sich infolge der jeweiligen Reduzierung der Arbeitszeit.

So ergibt sich beispielsweise eine Aufstockung auf 75 Prozent des letzten Bruttoeinkommens, wenn ein Vollzeitbeschäftigter seine Arbeitszeit auf die Hälfte reduziert. Zum Ausgleich erhalten die Arbeitnehmer dann später bei voller Arbeitszeit weiterhin nur das reduzierte Gehalt, also hier die 75 Prozent des letzten Bruttoeinkommens bei voller Arbeitszeit so lange, bis ein Ausgleich des zuvor entstandenen negativen Wertguthabens erfolgt ist.

Das Familienpflegezeitgesetz selbst enthält keine steuerlichen Anweisungen. Gleichwohl stellen sich lohnsteuerliche Fragen zu den arbeits- und sozialrechtlichen Regelungen. Die beantwortet das Bundesministerium der Finanzen mit Schreiben vom 23.Mai 2012 (Az. IV C 5 - S 1901/11/10005) wie folgt:
  • Während der Familienpflegezeit liegt steuerpflichtiger Arbeitslohn aus folgender Summe vor: verringertes reguläres Arbeitsentgelt + Entgeltaufstockung des Arbeitgebers. Dies gilt auch, soweit dadurch ein negativer Kontenstand aufgebaut wird.

  • In der Nachpflegephase wird bei voller Arbeitszeit nur das reduzierte Arbeitsentgelt ausgezahlt, um das Wertguthaben auszugleichen. Hier liegt Zufluss von Arbeitslohn nur in Höhe des reduzierten Lohns vor.

  • Das zinslose Darlehen des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) an den Arbeitgeber für die Aufstockung hat keine lohnsteuerpflichtigen Konsequenzen.

  • Zahlt der Arbeitnehmer Prämien in eine Familienpflegezeitversicherung, liegen bei ihm Werbungskosten vor.

  • Hat hingegen der Arbeitgeber die Familienpflegezeitversicherung abgeschlossen und lässt er sich die bezahlten Beträge nicht vom Arbeitnehmer erstatten, ergeben sich aus der Prämienübernahme durch den Arbeitgeber keine steuerlichen Folgen, so dass für den Angestellten weder Arbeitslohn noch Werbungskosten vorliegen.

  • Wurde die Familienpflegezeitversicherung als günstigerer Gruppenversicherungsvertrag im Paket abgeschlossen, gehören die hierbei erzielten Prämienvorteile nicht zum Arbeitslohn.

  • Kommt es nicht mehr zum vollständigen Ausgleich des negativen Wertkontos, weil der Beschäftigte gekündigt wurde und der Ausgleichsanspruch mangels Aufrechnungsmöglichkeit erlischt, liegt darin kein geldwerter Vorteil.

  • Entfällt der (vollständige) Ausgleich eines negativen Wertkontos, weil der Beschäftigte mit behördlicher Zustimmung gekündigt wurde und der Ausgleichsanspruch mangels Aufrechnungsmöglichkeit erlischt, liegt kein geldwerter Vorteil in Höhe der erloschenen Ausgleichsforderung vor.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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