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Archiv - Steuertipps 2011

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2011 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Volljähriger Nachwuchs muss sich um Ausbildungsplatz bemühen...

Datum: 13.05.2011 | Rubrik: Kindergeld
Für ein über 18 Jahre altes Kind besteht Anspruch auf Kindergeld, wenn es eine Berufsausbildung mangels Ausbildungsplatzes nicht beginnen oder fortsetzen kann. Nach dem am 11. Mai 2001 vom Bundesfinanzhof veröffentlichten Urteil erfordert die Berücksichtigung eines Kindes, dass sich dieses ernsthaft um einen Ausbildungsplatz bemüht (Az. III R 58/09). Das Bemühen um einen Ausbildungsplatz ist glaubhaft zu machen.

Pauschale Angaben, der Sprössling sei im fraglichen Zeitraum ausbildungsbereit gewesen, es habe sich ständig um einen Ausbildungsplatz bemüht oder sei stets bei der Agentur für Arbeit als ausbildungsuchend gemeldet gewesen, reichen nicht aus. Um einer missbräuchlichen Inanspruchnahme des Kindergeldes entgegen zu wirken, muss sich die Ausbildungsbereitschaft des Kindes durch belegbare Bemühungen um einen Ausbildungsplatz objektiviert haben, betonten die Richter.

Die Nachweise für die Ausbildungswilligkeit des Kindes und für sein Bemühen, einen Ausbildungsplatz zu finden, haben die Eltern beizubringen. Es liegt nämlich in ihrem Einflussbereich, Vorsorge für die Nachweise der Ausbildungswilligkeit des Kindes zu treffen.

Nachgewiesen werden kann das ernsthafte Bemühen um einen Ausbildungsplatz zum Beispiel durch eine Bescheinigung der Agentur für Arbeit, dass das Kind als Bewerber um eine berufliche Ausbildungsstelle registriert ist. Eine solche Registrierung gilt allerdings nicht zeitlich unbeschränkt als Nachweis, sondern ist in ihrer Wirkung auf drei Monate beschränkt. Um seinen Mitwirkungspflichten nachzukommen, muss sich das Kind nach Ablauf dieser Frist erneut als Ausbildungsuchender melden.

Wird in einer für den Rentenversicherungsträger bestimmten Bescheinigung von Zeiten der Ausbildungssuche für den Nachweis lediglich belegt, dass der Nachwuchs in einem bestimmten Zeitraum bei der Agentur für Arbeit als Ausbildungsuchende gemeldet war, lässt sich damit jedoch noch kein ernsthaftes Bemühen um einen Ausbildungsplatz nachweisen. Ein solcher Beleg ist allenfalls Nachweis dafür, dass sich Sohn oder Tochter zu Beginn des bescheinigten Zeitraums bei der Agentur für Arbeit gemeldet haben. Das bedeutet im Umkehrschluss aber nicht, dass sie sich alle drei Monate erneut als Ausbildungsuchende gemeldet hatten.

Nach dem Dritten Buch Sozialgesetzbuch ist die Ausbildungsvermittlung durchzuführen, bis die Person in Ausbildung, schulische Bildung oder Arbeit einmündet oder sich die Vermittlung anderweitig erledigt hat oder solange der Ausbildungsuchende dies verlangt. Im Urteilsfall war das Kind zwar als Bewerberin um eine Ausbildungsstelle geführt und es hatte sich zu einem Beratungsgespräch angemeldet. Da es jedoch nicht erschienen ist, spricht das nicht unbedingt dafür, dass sich das Kind ernsthaft um einen Ausbildungsplatz bemüht hat.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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