Home Kontakt Impressum Datenschutz Email
Die höchste deutsche Instanz in Rechtsfragen ist der Ansicht:
"Wer die Pflicht hat, Steuern zu zahlen,
hat auch das Recht, Steuern zu sparen!" (BGH, 1965)
 
signierte Kommunikation

Schützen auch Sie Ihre (Steuer)Daten vor unbefugten Zugriff Dritter!

Newsticker

Terminkalender

November 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
    1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30
 
Keine Termine und/oder Feiertage vorhanden...

Archiv - Steuertipps 2011

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2011 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Kein Abzug bei privater Sammeltätigkeit...

Datum: 27.04.2011 | Rubrik: Vorsteuerabzug
Eine zum Vorsteuerabzug berechtigende unternehmerische wirtschaftliche Tätigkeit setzt gegenüber einer privaten Sammlertätigkeit voraus, dass sich der Sammler bereits während des Aufbaus der Sammlung wie ein gewerblicher Händler verhält. Mit diesem Tenor eines am 13. April 2011 veröffentlichen Urteils hat der Bundesfinanzhof (BFH) eine eindeutige Entscheidung zur Abgrenzung der unternehmerischen Tätigkeit - mit Vorsteuerabzugsmöglichkeit - von einer privaten Sammlertätigkeit - keine Erstattung von gezahlter Umsatzsteuer - getroffen. Da die Richter die Sammlung von Oldtimern und Neufahrzeugen nicht als unternehmerisch beurteilten, versagten sie dem Sammler damit die Erstattung der in Rechnung gestellten Umsatzsteuer durch das Finanzamt (Az. V R 21/09).

Im zugrunde liegenden Fall machte eine 1986 gegründete GmbH den Vorsteuerabzug für die Anschaffung von 126 Fahrzeugen in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro geltend. Dabei handelte es sich überwiegend um hochwertige Neufahrzeuge sowie auch Oldtimer (Verhältnis 70 zu 30 Prozent). Erklärter Gesellschaftszweck der GmbH war es, die Fahrzeuge nach einer Einlagerung von 20 bis 30 Jahren mit erhoffter Wertsteigerung zu verkaufen.

Die Fahrzeuge wurden in einer eigens angemieteten Tiefgarage in schwarzen Decken mit Strahlern und weiß verputzten Wänden museumsartig eingelagert, schließlich aber ab 1992 bei einem Buchwert von knapp vier Millionen Euro mit Verlusten für gut 1,6 Millionen Euro verkauft. Das Finanzamt ließ die Vorsteuer aus den Anschaffungskosten sowie den Unterhaltskosten von insgesamt ca. 1,8 Millionen Euro nicht zum Abzug zu. Der Klage gab das Finanzgericht jedoch mit der Begründung statt, es handele sich um eine wirtschaftliche Tätigkeit, auch wenn dies hochspekulativ und nur aufgrund des hohen Kapitaleinsatzes des Mehrheitsgesellschafters möglich gewesen war.

Gegen das Urteil hatte die Finanzverwaltung dann Revision eingelegt, weil die Vorsteuerbeträge wegen des Fehlens der Unternehmereigenschaft nicht mehr berücksichtigt werden dürften. Der BFH gab dieser Argumentation Recht und stufte den Sachverhalt genauso und anders als die Vorinstanz ein. Voraussetzung für den Vorsteuerabzug ist nämlich, dass Gegenstände oder Dienstleistungen für eine unternehmerische Tätigkeit bezogen werden. Kann ein Gegenstand seiner Art nach sowohl zu wirtschaftlichen als auch zu privaten Zwecken verwendet werden, sind alle Umstände seiner Nutzung zu prüfen, um festzustellen, ob er tatsächlich zur nachhaltigen Erzielung von Einnahmen verwendet wird. Entscheidend ist daher, ob die Tätigkeit nach der Verkehrsanschauung einer wirtschaftlichen Tätigkeit und nicht einer privaten Sammlertätigkeit oder Vermögensverwaltung entspricht.

Das ist vergleichbar der Prüfung bei einem Briefmarken- oder Münzsammler. Auch hier kommt es auf eine langfristige Wertsteigerung an, betonten die BFH-Richter. So liegt nach ihrer bisherigen Rechtsprechung eine unternehmerische Betätigung bei der Veräußerung einer Sammlung nur dann vor, wenn sich der Steuerpflichtige auch bereits während des Aufbaus seiner Sammlung wie ein Händler verhält und nachhaltig An- und Verkäufe tätigt. Im Urteilsfall entschieden die Richter nun, die GmbH und ihre Gesellschafter hätten sich weder hinsichtlich der Oldtimer noch der Neufahrzeuge wie ein Händler, sondern wie ein privater Sammler verhalten. Daher lehnten sie den Vorsteuerabzug ab.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
Datensätze: 227 | Seite: 80 von 227
« zurück 77 78 79 80 81 82 83 » weiter
Di., 21. November 2017

Infopool dieser Seite

Keine Informationen zu dieser Seite vorhanden!

Lohnsteuerhilfe für Mitglieder

SteuerTicker

Für das Steuerjahr 2017 existieren noch keine Steuertipps.
 
Fragen zur Einkommensteuer, Einkommensteuerhilfe
 
 

Wussten Sie, dass...

... unsere Beratungsstellen durch permanente Schulungen immer auf dem aktuellsten Stand sind!...
 

Social Bookmarks