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Archiv - Steuertipps 2011

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2011 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Steuerliche Anerkennung bei Krediten...

Datum: 13.01.2011 | Rubrik: Angehörigen-Verträge
Geht es um die Vereinbarungen zwischen nahen Angehörigen, sind diese steuerrechtlich nur unter besonderen Bedingungen anzuerkennen. Das liegt daran, dass es innerhalb der Familie oft an einem Interessensgegensatz fehlt und Gestaltungsmöglichkeiten daher in Bezug auf den Fiskus missbraucht werden können. Daher sind an den Nachweis der Ernsthaftigkeit von Vertragsgestaltungen zwischen nahen Angehörigen strenge Anforderungen zu stellen. Wie diese bei Darlehen unter Verwandten aussehen, hat das Bundesfinanzministerium jetzt in einem aktuellen Schreiben erläutert (Az. IV C 6 - S 2144/07/10004). Voraussetzung für die steuerrechtliche Anerkennung ist vor allem, dass der Kreditvertrag
  • zivilrechtlich wirksam geschlossen worden ist,

  • anschließend tatsächlich wie zuvor vereinbart durchgeführt wird und

  • sowohl der Inhalt als auch die Durchführung zwischen fremden Dritten üblich ist.
Zwar führt die Nichtbeachtung zivilrechtlicher Formvorgaben nicht alleine und automatisch dazu, das ein Vertragsverhältnis steuerrechtlich nicht anzuerkennen ist. Dieser Umstand ist jedoch ein besonderes Indiz gegen den vertraglichen Bindungswillen der Vertragsbeteiligten, das zur Versagung der steuerrechtlichen Anerkennung führen kann. Dies ist zum Beispiel kritisch, wenn Eltern ihren Kindern Geldbeträge schenken, die der Nachwuchs Vater oder Mutter gleich wieder als Darlehen langfristig zur Verfügung zu stellen haben.

Es steht Angehörigen aber grundsätzlich frei, ihre Rechtsverhältnisse untereinander so zu gestalten, dass sie für sie steuerlich möglichst günstig sind. Das Vereinbarte muss jedoch in jedem Einzelfall und während der gesamten Vertragsdauer nach Inhalt und Durchführung dem entsprechen, was fremde Dritte bei der Gestaltung eines entsprechenden Darlehensverhältnisses üblicherweise vereinbaren würden. Nach den Modalitäten des Kredits müssen die Zinsen zu den jeweiligen Fälligkeitszeitpunkten entrichtet werden, eine Vereinbarung über die Laufzeit und über die Art und Zeit der Rückzahlung des Darlehens getroffen worden ist und dieser Rückzahlungsanspruch ausreichend gesichert sein - etwa durch Hypothek, Grundschuld oder Bankbürgschaften.

Ganz besonders kritisch ist es, wenn ein Geldgeschenk an einen Verwandten von der Bedingung abhängig gemacht wird, dass der Begünstigte den erhaltenen Betrag unmittelbar wieder in Form eines Darlehens an den Schenker zurückgibt. Diese Vereinbarung wird steuerlich überhaupt nicht anerkannt, es handelt sich also weder um eine Schenkung noch um eine Kreditgewährung. Denn in einem solchen Fall erhält der Beschenkte zwar Kapital, hierüber aber nicht die alleinige und unbeschränkte Verfügungsmacht. Denn er kann die Geldmittel nur zum Zwecke der Rückgabe als Kredit verwenden.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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Fr., 24. November 2017

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