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Archiv - Steuertipps 2011

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2011 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Das Finanzamt muss nicht unbedingt daran teilnehmen...

Datum: 15.04.2011 | Rubrik: Betriebliche Feier
Bittet der Arbeitgeber die Belegschaft zum geselligen Zusammensein, verlangt der Fiskus von den teilnehmenden Mitarbeitern oftmals und völlig überraschend im Nachhinein Lohnsteuer. Denn damit keine Abgaben anfallen, muss der Chef einige Voraussetzungen erfüllen. Die sollten bereits vor der Feier erfüllt werden, denn im Nachhinein lässt sich das nur selten nach den Wünschen des Finanzamts reparieren. So muss es sich um eine übliche Betriebsveranstaltung handeln und die Teilnahme allen Arbeitnehmern und nicht nur einzelnen Gehaltsgruppen oder erfolgreichen Mitarbeitern als Belohnung offen stehen. Zudem darf der Chef nicht allzu großzügig sein. Denn eine Betriebsfeier darf pro Teilnehmer brutto nur 110 Euro kosten. In diesen Betrag fließen Kosten für Speisen, Getränke, Raummiete, Fahrten, Darbietungen und kleine Geschenke an die Mitarbeiter ein. Ergibt nun die Gesamtsumme, dividiert durch die Teilnehmeranzahl, einen höheren Betrag, liegt insgesamt und nicht nur in Höhe des übersteigenden Betrags Arbeitslohn vor. Darf der Partner mit zur Feier, wird sein Kostenanteil dem Arbeitnehmer zugeschlagen.

Lohnsteuerprüfer nehmen sich solche Festivitäten gerne kritisch unter die Lupe. Denn bei formalen oder rechtlichen Fehlern gibt es sofort Nachsteuern für eine Vielzahl von Arbeitnehmern. Damit diese Gefahr nicht besteht, müssen Firmen stets eine zeitnahe Dokumentation von allen angefallenen Kosten und der Teilnehmeranzahl vornehmen. Bei der Berechnung Kosten dividiert durch Teilnehmer lässt sich dabei ein aktuelles Urteil vom Finanzgericht Düsseldorf verwenden (Az. 11 K 908/10 L).

Nach dem Urteilstenor ist nämlich bei der Bemessung der Freigrenze zu berücksichtigen, wenn Arbeitnehmer, deren Teilnahme vorgesehen war, tatsächlich aber nicht auf der Betriebsveranstaltung erscheinen. In solchen Fällen ist es gerechtfertigt, auf den geplanten und nicht den anwesenden Teilnehmerkreis abzustellen.

Die lohnsteuerliche Durchschnittsberechnung führt nämlich zu unzutreffenden Ergebnissen, wenn Angestellte auf der Feier fehlen, obwohl ihr Erscheinen bei der Planung vorgesehen war. Dann dürfen vom Arbeitgeber aufgewendete Sachleistungen, die weder den nicht teilnehmenden noch den teilnehmenden Arbeitnehmern als Arbeitslohn zugewendet worden sind, nicht mit einbezogen werden.

Im Hinblick darauf, dass die Belegschaft die Kosten für den äußeren Rahmen nicht beeinflussen kann und insoweit auch nicht bereichert wird, kann dies nicht mit Lohnsteuer belegt werden. Darüber hinaus hat der einzelne Arbeitnehmer auch keinen Einfluss auf die Teilnehmeranzahl. Die Berechnung nach der geplanten statt der tatsächlichen Teilnehmerkreis hat die steuergünstige Konsequenz, dass alle Aufwendungen für die Veranstaltung, die auf die nicht teilnehmenden Arbeitnehmer entfallen, aus der Durchschnittsberechnung ausscheiden und damit die 110 Euro deutlich schneller unterschritten werden kann.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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