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Archiv - Steuertipps 2011

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2011 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Umgekehrte Familienheimfahrt ist nicht absetzbar...

Datum: 30.03.2011 | Rubrik: Doppelte Haushaltsführung
Lässt der Arbeitsplatz in der Ferne jenseits des Heimatortes keine tägliche Rückkehr zur Wohnung zu, fällt das beim Finanzamt unter den Begriff doppelte Haushaltsführung. Dann sind die Aufwendungen für die Zweitwohnung sowie die weiten Heimfahrten als Werbungskosten zeitlich unbegrenzt absetzbar. Alternativ kann der Chef die angefallenen Kosten auch steuerfrei erstatten, dann hat der Fernpendler mangels eigenen Aufwands keine Werbungskosten mehr.

Nach einem am 23. März 2011 vom Bundesfinanzhof veröffentlichten Beschluss sind jedoch die Aufwendungen des am Familienwohnsitz lebenden Ehegatten für Besuchsreisen zur Wohnung des anderenorts berufstätigen Ehegatten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung nicht als Werbungskosten bei der Einkommensteuer abziehbar (Az. VI R 15/10). Das gilt zumindest dann, wenn diese so genannten umgekehrten Familienheimfahrten privat veranlasst waren, betonten die Richter.

Dabei hatten sie über ein Ehepaar entschieden, das gemeinsam in A-Stadt lebte. Die Ehefrau war in der entfernt liegenden B-Stadt als Angestellte tätig und führte dort einen weiteren Haushalt. An den Wochenenden reiste sie in der Regel nach A. Jedoch besuchte sie ihr Mann auch mehrfach in B, und zwar nicht etwa wegen einer beruflichen Verhinderung, sondern aufgrund privater Entscheidungen der Ehegatten. Das Finanzamt erkannte die Mehraufwendungen für die doppelte Haushaltsführung im Wesentlichen an. Allerdings ließ es die Reisekosten des Ehegatten für Besuche in B nicht zum Werbungskostenabzug zu.

Die Richter bestätigten dies Auffassung der Finanzbeamten und entschieden hierzu ebenfalls, dass die Reisekosten des Mannes für Besuche in B keine Werbungskosten darstellen. Weder handelt es sich um eine begünstigte Familienheimfahrten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung noch sind es sonstige Werbungskosten. Denn soweit den Besuchsreisen private Motive zugrunde lagen, sind sie nicht beruflich veranlasst gewesen und steuerlich daher nicht begünstigt. Der Ehepartner darf somit nur dann unter steuerlichem Kostenabzug zum Arbeitsort hin reisen, wenn der Arbeitnehmer zum Beispiel betrieblich an der Reise gehindert ist - etwa wegen Wochenendarbeit oder einem Fortbildungsseminar.

Auch Art. 6 des Grundgesetzes erfordert nach Auffassung des Bundesfinanzhofs kein anderes Ergebnis. Die Regelungen des Einkommensteuergesetzes zu Familienheimfahrten sind nämlich verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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