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Archiv - Steuertipps 2011

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2011 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Miete kann zu den Abzugsposten gehören...

Datum: 22.03.2011 | Rubrik: Außergewöhnliche Belastung
Erwachsen einem Steuerzahler zwangsläufig größere Aufwendungen als der überwiegenden Mehrzahl der Bürger gleicher Einkommens- und Vermögensverhältnisse sowie beim gleichen Familienstand, wird auf Antrag die Einkommensteuer dadurch ermäßigt, dass der Teil, der die zumutbare Eigenbelastung übersteigt, bei der Einkommensteuer abgezogen wird. Aufwendungen sind zwangsläufig, wenn sich ihnen jemand aus rechtlichen, tatsächlichen oder sittlichen Gründen nicht entziehen kann und soweit sie den Umständen nach notwendig sind und einen angemessenen Betrag nicht übersteigen. Aus dem Anwendungsbereich der außergewöhnlichen Belastungen ausgeschlossen sind hingegen die üblichen Aufwendungen der Lebensführung, weil die in Höhe des Existenzminimums durch den Grundfreibetrag abgegolten werden. Hierunter fallen auch Kosten, um den existentiellen Wohnbedarf zu befriedigen.

Diesen Grundsätzen folgend, akzeptiert der Bundesfinanzhof Zahlungen für eine ersatzweise bezogene Wohnung als außergewöhnliche Belastung, wenn das bisherige Domizil nicht mehr bewohnbar ist (Az. VI R 62/08). Dann wirken sich die Mieten für die neu bezogene Wohnung so lange aus, bis die ehemaligen vier Wände wieder in einen bewohnbaren Zustand versetzt worden sind. Ist eine solche Renovierung nicht möglich, zählen die Kosten für den weiteren Wohnbedarf so lange, bis diese Tatsache bewusst wird.

Im entschiedenen Fall hatte ein Ehepaar eine gebrauchte Eigentumswohnung ohne Gewähr und Haftung für sichtbare oder unsichtbare Sachmängel gekauft. Der Verkäufer hatte zudem versichert, dass ihm keine verborgenen, wesentlichen Mängel, insbesondere keine Altlasten bekannt sind. Im Übergabeprotokoll wurde vermerkt, dass sich die Wohnung in vertragsgemäßem Zustand befindet. Später untersagt das Bauordnungsamt dem Paar das Betreten der Wohnung wegen massiver Einsturzgefahr, sodass es notgedrungen eine Vier-Zimmer-Wohnung anmieten musste.

In diesem Fall sind die Kosten für einen zweiten Wohnbedarf außergewöhnlich und es handelt sich nicht mehr um die normale Lebensführung. Allerdings darf dem Betroffenen kein eigenes Verschulden an dem Missstand anzulasten sein und er kann keine Ersatzansprüche gegen Dritte, also weder gegen den Schadensverursacher noch eine Versicherung realisieren. Absetzbar ist allerdings nur die Miete für einen angemessenen Wohnbedarf. War die Zwei-Zimmer-Wohnung nicht mehr nutzbar, darf der Betroffene daher nicht in die großräumige Villa ausweichen.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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Di., 21. November 2017

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