Home Kontakt Impressum Datenschutz Email
Die höchste deutsche Instanz in Rechtsfragen ist der Ansicht:
"Wer die Pflicht hat, Steuern zu zahlen,
hat auch das Recht, Steuern zu sparen!" (BGH, 1965)
 
signierte Kommunikation

Schützen auch Sie Ihre (Steuer)Daten vor unbefugten Zugriff Dritter!

Newsticker

Terminkalender

November 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
    1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30
 
Keine Termine und/oder Feiertage vorhanden...

Archiv - Steuertipps 2011

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2011 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Geldwerter Vorteil nur für tatsächliche Pendelfahrten zur Arbeit...

Datum: 21.03.2011 | Rubrik: Dienstwagen
Die Privatnutzung des vom Arbeitgeber unentgeltlich überlassenen Betriebs-Pkw gilt als geldwerter Vorteil. Die monatliche Lohnsteuer ermittelt die Firma in der Regel pauschal mit einem Prozent vom Bruttolistenpreis inklusive Zusatzausstattung. Im Rahmen dieser Methode kommen für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte zusätzlich 0,03 Prozent des Listenpreises pro Entfernungskilometer für jeden Monat hinzu. Nach Ansicht der Finanzverwaltung ist der Umfang der tatsächlichen Nutzung für die Pendelfahrten ins Büro unerheblich, weil bereits die Verfügbarkeit des Firmenwagens zu einem geldwerten Vorteil führt.

Der Bundesfinanzhof sieht das in einem am 9. März 2011 veröffentlichten aktuellen Beschluss hingegen anders (Az. VI B 130/10). Nutzt ein Arbeitnehmer den ihm von seinem Chef zur Verfügung gestellten Dienstwagen nur wenige Tage im Monat - im zugrunde liegenden Fall nur einmal wöchentlich - für die Fahrt zur Arbeitsstätte, ermittelt sich der geldwerte Vorteil nur nach der tatsächlichen Nutzung des Pkw und nicht nach der pauschalen und überhöhten Berechnung des Fiskus. Denn diese Zuschlagsregelung stellt einen Korrekturposten zum Werbungskostenabzug dar und hat nicht die Funktion, eine irgendwie geartete zusätzliche private Nutzung des Dienstwagens zu bewerten, betonen die Richter ausdrücklich.

Kommt es nur zu gelegentlichen Fahrten von der Wohnung in den Betrieb des Arbeitgebers, bemisst sich der geldwerte Vorteil nach den tatsächlich durchgeführten Strecken. Das berechnet sich je Entfernungskilometer, Fahrt und Monat mit lediglich 0,002 Prozent des Listenpreises und nicht den sonst üblichen 0,03 Prozent. Diese Regelung leitet sich aus der Berechnung für Familienheimfahrten im Rahmen der doppelten Haushaltsführung ab, die ebenfalls nicht täglich unternommen werden. Dieser abweichende ist auch gerechtfertigt, denn bei den Werbungskosten darf der Arbeitnehmer die Entfernungspauschale auch nur für die Tage ansetzen, an denen er tatsächlich von der Wohnung ins Büro gefahren ist.

Das Finanzamt kann hier nicht argumentieren, der Vielreisende sollte zum Nachweis ein Fahrtenbuch führen. Diese Forderung zu Mehrarbeit und lästigen Aufzeichnungen über das gesamte Jahr hinweg allein für die Wege zur Arbeitsstätte entspricht weder dem Gesetzeszweck noch dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit.

Faustregel: Der Ansatz mit pauschal 0,03 Prozent für jeden Monat geht von der typisierenden Annahme des Gesetzgebers aus, dass der Angestellte seine Arbeitsstätte an 15 Tagen im Monat oder an 180 Tagen im Kalenderjahr aufsucht. In solchen Fällen muss der Arbeitnehmer die gesetzliche Typisierung zu seinen Lasten unabhängig davon hinzunehmen, ob er tatsächlich an 16 oder 20 Tagen im Monat pendelt. Denn die Regelung wirkt sich in der weit überwiegenden Zahl der Fälle in erheblichem Maße zugunsten der dienstwagennutzenden Arbeitnehmer aus. Sie berechnen ihren geldwerten Vorteil auch dann für 180 Tage jährlich, wenn die tatsächliche Nutzung im Regelfall bei 220 bis 230 Jahresarbeitstagen liegt.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
Datensätze: 227 | Seite: 55 von 227
« zurück 52 53 54 55 56 57 58 » weiter
Fr., 24. November 2017

Infopool dieser Seite

Keine Informationen zu dieser Seite vorhanden!

Lohnsteuerhilfe für Mitglieder

SteuerTicker

Für das Steuerjahr 2017 existieren noch keine Steuertipps.
 
Fragen zur Einkommensteuer, Einkommensteuerhilfe
 
 

Wussten Sie, dass...

... wir Einsprüche für unsere Mitglieder kostenlos beim Finanzamt einlegen und vieles mehr...
 

Social Bookmarks