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Archiv - Steuertipps 2011

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2011 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Ringweiser Verkauf von GmbH-Anteilen bringt Ersparnis...

Datum: 10.03.2011 | Rubrik: Steuerverluste
Werden GmbH-Anteile verkauft, sind die Verkaufserlöse unabhängig von Haltefristen immer steuerpflichtig, wenn eine privat gehaltene Beteiligung von zumindest einem Prozent an der Gesellschaft besteht. Aufgrund des so genannten Teileinkünfteverfahrens unterliegt das Verkaufsplus zu 60 Prozent als gewerbliche Einkünfte der Einkommensteuer. Ergibt das Geschäft hingegen rote Zahlen, können diese ebenfalls zu 60 Prozent mit anderen Einkünften des Gesellschafters oder seines Ehegatten - beispielsweise Mieten, Lohn, Rente oder Kapitaleinkünfte - verrechnet werden. Bei Aktienverlusten ist dies nicht möglich, die können nur entsprechende Gewinne mit Aktien nach den Regeln der Abgeltungsteuer ausgleichen.

Um sich negative Einkünfte zu sichern, kann ein GmbH-Gesellschafter aus Steuersicht auch in Erwägung ziehen, seine Kapitalanteile mit den übrigen Gesellschaftern durch einen Verkauf zu tauschen. Dies stellt nach dem am 2. März 2011 vom Bundesfinanzhof veröffentlichten Urteil selbst dann keinen Gestaltungsmissbrauch dar, wenn die Veräußerung lediglich der Verlustrealisierung beim Finanzamt dienen soll (Az. IX R 40/09). Denn eine gezielte verlustbringende Veräußerung eines im Privatvermögen gehaltenen Anteils an einer Kapitalgesellschaft wie an einer GmbH an einen Mitgesellschafter ist nicht schon deshalb rechtsmissbräuchlich, weil der Verkäufer in engem zeitlichen Zusammenhang von einem anderen Mitbeteiligten dessen in gleicher Höhe bestehenden Gesellschaftsanteil an derselben Gesellschaft erwirbt.

Im zugrunde liegenden Urteilsfall veräußerten die Gesellschafter der GmbH ihre jeweilige Beteiligung mit Verlust reihum an einen Mitgesellschafter und erwarben zeitgleich wieder eine Beteiligung in gleicher Höhe von einem jeweils anderen Gesellschafter. An der Liquiditätslage der Beteiligten hatte sich also nicht verändert, allerdings produzierten sie steuerlich verwertbare Verluste. Dies erkannten die Richter an, weil es einem Steuerzahler freisteht, ob, wann und an wen er seine Anteile an der GmbH veräußert. Liegt keine der gesetzlich ausdrücklich geregelten Verlustabzugsbeschränkungen vor, sind Veräußerungsverluste entsprechend dem Grundsatz der Besteuerung nach der Leistungsfähigkeit zu berücksichtigen.

Bei einem solchen Geschäft ist es auch nicht rechtsmissbräuchlich ist, wenn der Gesellschafter im zeitlichen Zusammenhang mit der Veräußerung wiederum Anteile an derselben GmbH in gleichem Umfang von einem Mitgesellschafter erwirbt. Diese Vorgänge heben sich nämlich nicht gegenseitig auf. Vielmehr ändert sich durch den erneuten Anteilserwerb die steuerrechtliche Ausgangslage: Bei einer späteren Veräußerung dieser Anteile oder bei einer Liquidation der GmbH ist der Gewinn oder Verlust unter Berücksichtigung der niedrigeren Anschaffungskosten zu ermitteln. Durch den ringweisen Anteilsverkauf erreichen die Gesellschafter also zumindest einen Steuerstundungseffekt durch das Vorziehen von verrechenbaren Verlusten.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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