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Archiv - Steuertipps 2011

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2011 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Voller Tarif auf Getränke im Kino...

Datum: 09.03.2011 | Rubrik: Umsatzsteuer
Bei der Abgabe von Speisen oder Getränken ist grundsätzlich danach zu unterscheiden, ob sich ein Umsatz auf Lebensmittel zum Mitnehmen ohne Dienstleistungen bezieht (7 Prozent Umsatzsteuer) oder ob ein sofortiger Verzehr an Ort und Stelle vorliegt (19 Prozent Umsatzsteuer). Sofern der Händler beispielsweise Stehtische aufstellt und die Tische regelmäßig gereinigt werden, wird eine den Verhältnissen angepasste Essatmosphäre und Infrastruktur geschaffen. Dies geht nach Ansicht der Finanzverwaltung und Rechtsprechung über die mit der Vermarktung angebotener Speisen notwendig verbundene Dienstleistung hinaus. Unternehmer mit ähnlichen Essensangeboten kommen also nicht umhin, ihre Speiseabgaben entsprechend danach zu unterteilen, was als Speisen zum Mitnehmen und was zum Verzehr vor Ort über die Theke abgegeben wird. Ansonsten gehen sie das Risiko ein, dass es von Seiten der Finanzverwaltung zu einer generellen Berücksichtigung des Steuersatzes von 19 Prozent kommt.

Sofern es sich um Theater und Kinos handelt, besteht noch die Besonderheit, dass sowohl Theatervorführungen und Konzerte als auch Filmvorführungen dem ermäßigten Steuersatz unterliegen können. Da auch in diesem Rahmen üblicherweise Getränke und kleine Snacks angeboten werden, stellt sich die Frage, inwieweit dies in die begünstigte Vorführung einbezogen werden kann. Hierzu hat der Bundesfinanzhof entschieden, dass die Lieferung von Getränken innerhalb oder außerhalb eines Kinosaales (Foyer) keine Nebenleistung zur steuerbegünstigten Filmvorführung ist, auch wenn für den Besucher nach den heutigen Vorstellungen die Möglichkeit des Getränkeerwerbs üblich ist und erwartet wird (V B 55/10). Dies gilt für
  • sogenannte Verzehrkinos,

  • den Getränkeausschank außerhalb des Kinos im Foyer,

  • die Lieferung von Speiseeis bei Filmvorführungen sowie

  • Gastronomieumsätze bei steuerfreien Theatervorstellungen oder Kabarettvorstellungen.
Eine Nebenleistung zur Hauptleistung „Filmvorführung“ ist nur dann anzunehmen, wenn die Nebenleistung für den Verbraucher keinen eigenen Zweck besitzt, sondern das Mittel darstellt, um die Hauptleistung unter optimalen Bedingungen in Anspruch nehmen zu können. Der Getränkeausschank ergänzt jedoch die Filmvorführung weder inhaltlich noch wirtschaftlich und besitzt ein eigenständiges wirtschaftliches Gewicht. Diese Abgrenzung entspricht auch der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs vom 2. Dezember 2010 (Az. C-276/09).

Beim Getränkeausschank handelt es sich nicht um eine unselbständige Nebenleistung zur Vorführung von Verzehrkinos, sondern erst recht für Kinos, in denen der Getränkeausschank unabhängig vom Besuch der Filmvorführung im Foyer erfolgt.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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Sa., 25. November 2017

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