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Archiv - Steuertipps 2011

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2011 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Zu hoher Listenpreis ist nachträglich korrigierbar...

Datum: 08.03.2011 | Rubrik: Pkw-Nutzung
Selbstständige müssen für den betrieblichen Wagen einen Privatanteil versteuern. Sofern sie kein Fahrtenbuch führen, wird dies für jeden Kalendermonat mit einem Prozent des inländischen Listenpreises zuzüglich der Kosten für Sonderausstattungen und der Umsatzsteuer angesetzt. Der so ermittelte Betrag mindert sich nicht um vom Betrieb beim Kauf erhaltene Rabatte und gilt auch bei Gebraucht- und Leasingfahrzeugen. Diesen groben Nachteil müssen Selbstständige aber hinnehmen, wenn sie sich nicht die Mühe machen wollen, die echten Kosten per Fahrtenbuch nachzuweisen und dann in ihrer Gewinnermittlung als Privatentnehme anzusetzen. Aufs Jahr gesehen beträgt die Bemessungsgrundlage somit 12 Prozent vom Listenpreis. Damit abgegolten sind alle Privatfahrten, auch Wochenend- und Urlaubsreisen. Fürs Pendeln zwischen Wohnung und Betrieb wird ein zusätzlicher geldwerter Vorteil berücksichtigt, ebenfalls bemessen nach dem Listenpreis.

Hat der Unternehmer oder Freiberufler irrtümlich einen zu hohen Listenpreis Gewinn erhöhend angesetzt, lässt sich das selbst dann noch korrigieren, wenn der Einkommensteuerbescheid schon bestandskräftig, also die einmonatige Einspruchsfrist längst abgelaufen ist. Sofern der Fehler anschließend dem Finanzamt gemeldet wird, handelt es sich um eine neue Tatsache. Die führt zu einer Änderung, wenn der Bescheid noch nicht verjährt ist und den Steuerzahler kein Verschulden trifft.

Das Verschulden spricht das Finanzgericht Sachsen Steuerzahlern ab, wenn es sich um einen mechanischen Fehler handelt, der jedem einmal unterlaufen kann (Az. 8 K 553/05). Dann stellt auch seine nicht rechtzeitige Entdeckung eine bloße Nachlässigkeit dar. Ein grobes Verschulden ist grundsätzlich nicht anzulasten, wenn die Unaufmerksamkeit selbst bei sorgfältigem Erklärungsverhalten und bei gewissenhafter Prüfung ergangener Steuerbescheide nicht durchgängig auszuschließen ist, meinten die Richter.

Im jetzt entschiedenen Urteilsfall wurde die private PKW-Nutzung zu hoch angesetzt, weil versehentlich der DM-Preis des Pkw als Basis für die Anwendung der Listenpreis-Regelung ohne Umrechnung in Euro übernommen wurde. Hier konnte der bestandskräftig gewordene Einkommensteuerbescheid zugunsten des Unternehmers geändert werden, weil dies dem Finanzamt als neue Tatsachen erstmals im Rahmen des Antrags auf Berichtigung bekannt geworden sind. Die unterlassene Währungsumrechnung stellt einen leichten, mechanischen Fehler dar, der auch bei zuverlässiger Bearbeitung vorkommen und dem Steuerzahler deswegen nicht als grobes Verschulden angelastet werden kann.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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Di., 21. November 2017

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