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Archiv - Steuertipps 2011

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2011 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Für den Anbau gelten die Regeln des Hauptgebäudes...

Datum: 25.02.2011 | Rubrik: Vorsteuerabzug
Wird ein Gebäude zu mindestens 10 Prozent umsatzsteuerpflichtig an eine andere Firma vermietet oder zu Zwecken des eigenen Betriebs genutzt, lässt sich die auf die Herstellungskosten oder den Kaufpreis für das Gebäude insgesamt entfallende Umsatzsteuer komplett beim Finanzamt als Vorsteuer geltend machen, selbst wenn die Immobilie bis zu 90 Prozent eigenen Wohnzwecken dient. Denn solche teilweise unternehmerisch und privat genutzte Gebäude lassen sich insgesamt dem Unternehmensvermögen zuordnen. Im Gegenzug fällt dann Umsatzsteuer als so genannte unentgeltliche Wertabgabe auf die Privatnutzung an. Das betrifft die anteiligen Gebäudeanschaffungs- bzw. -herstellungskosten für den privat verwendeten Teil. Die hierauf vorab erhaltenen Vorsteuer ist über zehn Jahre hinweg verteilt wieder zurück an die Finanzkasse zu überweisen. Insoweit kommt es also zunächst einmal zu einem Liquiditäts- und Zinseszinsvorteil, weil Bauherr und Hauskäufer die anfallende Umsatzsteuer in der Investitionsphase nicht bezahlen muss.

Die Zuordnung des Gebäudes zum Unternehmen erfordert eine Zuordnungsentscheidung des Eigentümers gegenüber dem Finanzamt bei Anschaffung oder Herstellung. Daher ist der vollständige Vorsteuerabzug aus den Kosten eines Anbaus nach dem Urteil vom Finanzgericht Niedersachsen nur möglich, wenn auch der Altbau vollständig dem Unternehmensvermögen zugeordnet wurde (Az. 16 K 11384/08). Für diesen neuen, ebenfalls gemischt genutzten Gebäudeteil kann lediglich entsprechend der unternehmerischen Nutzung die Vorsteuer geltend gemacht werden, weil sich der Neubau nur insoweit dem Unternehmen zuordnen lässt. Wurden bei Erwerb oder Herstellung des Altbaus nur die unternehmerisch genutzten Gebäudeteile dem Unternehmensvermögen zugeordnet, ist diese einmal getroffene Entscheidung für das Wirtschaftsgut bindend; sodass für den anschließend errichteten - räumlich nicht voneinander abgrenzbaren - Anbau keine davon abweichende Zuordnung erfolgen kann, meinten die Richter.

Hinweis: Diese günstige Regelung bei der Umsatzsteuer entfällt bei Kauf oder Bauantrag ab dem kommenden Jahr. Denn das Jahressteuergesetz 2010 setzt eine Änderung der EU- Mehrwertsteuer-Richtlinie um, wodurch die Vorsteuer nur noch insoweit abzugsfähig ist, als sie auf die Verwendung des Grundstücks für unternehmerische Zwecke entfällt. Zwar lässt sich die die gesamte gemischtgenutzte Immobilie weiterhin dem Unternehmensvermögen zuordnen und es kommt lediglich zu einer Beschränkung des Rechts auf Vornahme des Vorsteuerabzugs der Höhe nach. Doch durch diese Änderung entfällt der bisherige Zins- und Liquiditätsvorteil des Steuersparmodells. Im zweiten Schritt ist auf den Eigenverbrauch natürlich auch keine Umsatzsteuer mehr abzuführen.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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Di., 21. November 2017

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