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Archiv - Steuertipps 2011

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2011 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Semestergebühr ist als ausbildungsbedingter Mehraufwand abziehbar...

Datum: 09.12.2011 | Rubrik: Kindergeld
Vater oder Mutter erhalten für Ihren volljährigen Sprössling ab dem 18. Geburtstag bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres im Regelfall nur dann noch Kindergeld und steuerliche Förderung - zum Beispiel Kinder-, Betreuungs- und Ausbildungsfreibetrag, Riester-Zulage auf den Sparvertrag der Eltern, Abzug von Schulgeld oder Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie verminderte Belastung bei Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer -, wenn es für einen Beruf ausgebildet wird und wenn sie die schädliche Einkommensgrenze von 8.004 Euro jährlich nicht überschreiten..

Bei dieser Einkommensberechnung darf die zur Aufnahme oder Fortsetzung des Studiums verpflichtend zu entrichtenden Semestergebühren grundsätzlich insgesamt als abziehbarer ausbildungsbedingter Mehrbedarf mindernd berücksichtigt werden. Dies hat der Bundesfinanzhof mit einem am 30. November 2011 veröffentlichten Urteil (Az. III R 38/08) entschieden. Diese Einstufung gilt selbst dann noch, wenn der Studierende durch die Entrichtung von Semestergebühren privat nutzbare Vorteile wie beispielsweise ein Semesterticket erlangt.

Im entschiedenen Fall begehrte der Vater für seinen an der Universität studierenden Sohn über 18 Jahre Kindergeld. Die Familienkasse lehnte den Antrag ab, weil die vom Sohn erzielten Einkünfte den maßgeblichen Jahresgrenzbetrag überschritten hätten. Dabei ließ die Familienkasse die vom Kind bezahlten Semestergebühren, die zur Fortsetzung des Studiums verpflichtend zu entrichten waren, nicht zum Abzug zu. Die hiergegen beim Finanzgericht erhobene Klage hatte bereits Erfolg. Denn die dortigen Richter meinten, die Semestergebühren seien insgesamt als ausbildungsbedingter Mehrbedarf abziehbar, so dass die Einkünfte des Sohnes nicht über dem maßgeblichen Jahresgrenzbetrag lägen.

Dieser günstigen Ansicht folgte der Bundesfinanzhof. Er lehnt die Auffassung der Verwaltung und Familienkasse ab, wonach die Semestergebühren als sog. Mischkosten zu beurteilen seien und darin enthaltene Einzelpositionen nur dann abgezogen werden könnten, wenn die erhebende Institution diese getrennt ausweise. Die Semestergebühren stellten - so die Richter - insgesamt ausbildungsbedingte Mehraufwendungen dar, weil der Studierende diese Gebühren, will er sein Studium aufnehmen oder fortsetzen, in voller Höhe zwingend entrichten muss.

Es liegt auch insoweit keine schädliche private Mitveranlassung vor, als der Student durch deren Entrichtung privat nutzbare Vorteile erlangt. Maßgeblich hierfür ist, dass der Studierende nicht frei über den Erwerb solcher mit der Semestergebühr entgoltener Leistungen entscheiden können. Schließlich stehe dem Abzug der Kosten für ein in der Semestergebühr enthaltenes Semesterticket auch nicht entgegen, dass die Kosten des Studierenden für die Fahrten zwischen seiner Wohnung und der Universität bereits mit den Sätzen der Entfernungspauschale berücksichtigt würden. Die Abgeltungswirkung der Entfernungspauschale greift nicht ein, weil die Aufwendungen für ein über die Semestergebühr erhaltenes Semesterticket nicht durch die Fahrten zwischen Wohnung und Universität veranlasst sind.

Hinweis: Ab 2012 spielt die Höhe des Kindereinkommens für Steuervergünstigungen und Kindergeld keine Rolle mehr, die Förderung erfolgt unabhängig davon.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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