Home Kontakt Impressum Datenschutz Email
Die höchste deutsche Instanz in Rechtsfragen ist der Ansicht:
"Wer die Pflicht hat, Steuern zu zahlen,
hat auch das Recht, Steuern zu sparen!" (BGH, 1965)
 
signierte Kommunikation

Schützen auch Sie Ihre (Steuer)Daten vor unbefugten Zugriff Dritter!

Newsticker

Terminkalender

November 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
    1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30
 
Keine Termine und/oder Feiertage vorhanden...

Archiv - Steuertipps 2011

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2011 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Fiskus darf keine Privatfahrten unterstellen...

Datum: 05.12.2011 | Rubrik: Pkw-Nutzung
Gehören Pkw zum Betriebsvermögen eines Selbstständigen, setzt das Finanzamt den pauschalen Nutzungswert grundsätzlich für jedes Kfz an, das vom Inhaber und seinen Familienangehörigen privat verwendet wird. Unternehmer und Freiberufler können dem Fiskus ihren tatsächlichen Privatanteil jederzeit über ein Fahrtenbuch präsentieren und hierüber zu günstigeren Ergebnissen kommen können. Dazu muss das Fahrtenbuch aber ordnungsgemäß sein, zeitnah und in geschlossener Form geführt werden. Es muss die Fahrten einschließlich des an ihrem Ende erreichten Gesamtkilometerstandes vollständig und in ihrem fortlaufenden Zusammenhang wiedergeben.

Leider ist der Nachweis der tatsächlich angefallenen Kosten und Fahrten lästig und bedarf der Beachtung vieler strenger Formalien. Denn hierzu müssen sie über das ganze Jahr hinweg alle Kosten und Touren täglich mühselig auflisten, sämtliche Belege sammeln sowie die beruflichen Fahrziele um Umwege exakt angeben. Und wird dieser Nachweis anschließend vom Finanzamt nicht anerkannt, war die ganze Arbeit umsonst und der pauschale Listenpreisansatz kommt ohnehin wieder zur Anwendung. Machen sich Selbstständige nicht diese Mühe, müssen sie die steuerlichen Nachteile der pauschalen Regelung in Kauf nehmen und monatlich ein Prozent des Listenpreises dem Gewinn hinzurechnen. Hier besteht nämlich die Annahme, dass Selbstständige ihren betrieblich gehaltenen Wagen auch privat nutzen, weil dies der allgemeinen Lebenserfahrung entspricht.

Das Hessische Finanzgericht sieht das in einem aktuellen Urteil allerdings nicht ganz so streng (Az. 3 K 1679/10). Nach Ansicht der Richter kann der Beweis des ersten Anscheins für eine auch private Nutzung eines betrieblich angeschafften Pkws durch den Gegenbeweis entkräftet werden, wozu nachvollziehbare Sachverhalte darzulegen sind. Das muss kein Nachweis über ein Fahrtenbuch sein, ausreichend sind bereits plausible Argumente, warum Unternehmer oder Freiberufler den Betriebs-Pkw tatsächlich nur beruflich einsetzen.

Ein Grund ist beispielsweise, wenn der angestellte Ehepartner des Selbstständigen von seinem Arbeitgeber einen Firmenwagen der gehobenen Mittelklasse zur Verfügung gestellt bekommt, den auch andere Familienangehörige privat nutzen dürften. Sofern der Arbeitgeber die Aufwendungen für den Pkw inklusive der Tankrechnungen übernimmt, ist es wirtschaftlich sinnvoll, aus Kostengründen sämtliche privaten Fahrten mit diesem Firmenwagen durchzuführen als finanzielle Belastungen über den Einsatz des Betriebs-Pkw hinzunehmen. Dann käme es nämlich hierfür zu einer Besteuerung für die Freizeitfahrten und dieses würde zudem zu einer schnelleren Abnutzung und damit zu einem höheren Wertverzehr des Autos führen. Im Urteilsfall hatte der Firmenwagen auch noch eine höhere Wertigkeit als der Betriebs-Pkw. Dann erscheint es den Richtern nachvollziehbar, dass von einer Privatnutzung des eigenen Fuhrparks abgesehen wird.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
Datensätze: 227 | Seite: 214 von 227
« zurück 211 212 213 214 215 216 217 » weiter
Mi., 22. November 2017

Infopool dieser Seite

Keine Informationen zu dieser Seite vorhanden!

Lohnsteuerhilfe für Mitglieder

SteuerTicker

Für das Steuerjahr 2017 existieren noch keine Steuertipps.
 
Fragen zur Einkommensteuer, Einkommensteuerhilfe
 
 

Wussten Sie, dass...

... Steuerzahler mehr absetzen können als Sie glauben ...
 

Social Bookmarks