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Archiv - Steuertipps 2011

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2011 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Viele Freiberufler müssen nicht zahlen...

Datum: 29.11.2011 | Rubrik: Gewerbesteuer
Eine Reihe von Rechtsanwälten, Insolvenz- oder Zwangsverwaltern und allen, die eine sonstige selbständige Tätigkeit ausüben, können sich freuen. Denn die Finanzverwaltung wendet ein Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH)in allen offenen Fällen an, wonach es jetzt nicht mehr automatisch zur Gewerbesteuerpflicht kommt, wenn Freiberufler als Insolvenz- oder Zwangsverwalter tätig werden, nur weil sie mehrere qualifizierte Mitarbeiter beschäftigen. Entscheidend ist vielmehr, ob der etwa ein Anwalt Tätigkeit unter Mithilfe fachlich vorgebildeter Hilfskräfte ausübt, solange er noch die zentralen Aufgaben des Verfahrens im Wesentlichen selbst wahrnimmt. Damit hat der BFH seine bisher anders lautende Rechtsprechung geändert (Az. VIII R 50/09).

Im Urteilsfall waren zwei zu einer Gesellschaft zusammengeschlossene Rechtsanwälte als Insolvenzverwalter tätig. Sie hatten dafür verschiedene qualifizierte Mitarbeiter eingesetzt. Sie rechneten ihre Tätigkeit zur Berufstätigkeit eines Rechtsanwalts und damit zur freiberuflichen Tätigkeit, die auch für Ärzte oder Steuerberater gilt. Das Finanzamt ordnete die Einkünfte hingegen als betrieblich ein, sodass die Gemeinden auf den festgestellten Gewinn Gewerbesteuer erhoben hatten. Die BFH-Richter gaben der dagegen klagenden Rechtsanwalts-Gesellschaft im Ergebnis Recht und die in der Vergangenheit entwickelte so genannte Vervielfältigungstheorie auf, nach der ein Einsatz qualifizierter Mitarbeiter dem Wesen des freien Berufs widerspricht und deshalb zur Annahme einer gewerblichen Tätigkeit und zur Gewerbesteuerpflicht führt. Eine freiberufliche Tätigkeit ist auch dann gegeben ist, wenn ein Freiberufler fachlich vorgebildete Arbeitskräfte einsetzt, sofern er aufgrund eigener Fachkenntnisse leitend und eigenverantwortlich tätig bleibt, auch wenn er seine Tätigkeiten unter Mithilfe fachlich vorgebildeter Hilfskräfte ausübt.

Die Oberfinanzdirektion erläutert jetzt in einer aktuellen Kurzinfo (Az. S 2246 A - St 31 4) die steuerlichen Auswirkungen und bestätigt, dass der Fiskus die Ansichten des BFH teilt. Allerdings entfällt nicht generell die Prüfung der Finanzbeamten, ob eine Person eine selbstständige Tätigkeit ausübt. Im zweiten Prüfungsschritt betrachten sie das benötigte Vorliegen einer leitenden und eigenverantwortlichen Tätigkeit, was nur noch in seltenen Ausnahmefällen verneint werden kann.

Faustregel: Diese Berufsgruppe erzielt, sofern sie qualifiziertes Personal einsetzt, nur dann Einkünfte aus sonstiger selbständiger Arbeit und ist folglich nicht gewerbesteuerpflichtig, wenn der Selbstständige beispielsweise über die Festlegung der Grundzüge der Organisation und der dienstlichen Aufsicht hinaus über die Kompetenz zur Entscheidung behält, also die zentrale Aufgaben im Wesentlichen selbst wahrnimmt. Die kaufmännisch-technische Umsetzung seiner Entscheidungen kann er dann auf Dritte - Arbeitnehmer oder freie Mitarbeiter - übertragen.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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