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Archiv - Steuertipps 2011

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2011 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Kein Steuerabzug für Einbau einer Küche...

Datum: 23.11.2011 | Rubrik: Handwerkerleistungen
Haushaltsnahe Dienstleistungen werden seit 2009 in doppelter Höhe gefördert. Dies können Besitzer von Haus und Eigentumswohnung sowie Mieter gleichermaßen nutzen, indem sie 20 Prozent der Arbeitsleistungen plus Maschinen- und Fahrtkosten inklusive Umsatzsteuer bis maximal 1.200 Euro von der Einkommensteuerschuld abziehen dürfen. Begünstigt sind dabei nicht neben inländischen Wohnungen auch Zweit- oder Ferienwohnung im EU-Ausland.

In einem aktuellen Urteil betont nun das Finanzgericht Schleswig-Holstein, dass die Steuerermäßigung nach der offiziellen Gesetzesbegründung für alle handwerklichen Tätigkeiten gelten soll - unabhängig davon, ob es sich um regelmäßig vorzunehmende Renovierungsarbeiten oder um Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen handelt (Az. 2 K 56/10). Dabei führen die Richter einige Beispiele auf, was unter die förderfähigen handwerklichen Tätigkeiten fällt, die von Mietern und Eigentümern für die zu eigenen Wohnzwecken genutzte Wohnung in Auftrag gegeben werden. Das reicht vom Streichen und Tapezieren von Innenwänden und der Beseitigung kleinerer Schäden über die Erneuerung der Bodenbeläge (Teppichboden, Parkett oder Fliesen) und der Modernisierung des Badezimmers bis zum Austausch von Fenstern. Darüber hinaus gehören auch Aufwendungen für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsarbeiten auf dem Grundstück dazu, also Garten- und Wegebauarbeiten.

Im Gegenzug sind jedoch alle handwerklichen Tätigkeiten im Rahmen einer Neubaumaßnahme nicht begünstigt, die im Zusammenhang mit einer Nutz- oder Wohnflächenschaffung sowie -erweiterung anfallen. Im zugrunde liegenden Fall hatten Eheleute ein unbebautes Grundstück erworben und dieses mit einem Einfamilienhaus bebaut. Nach der Bezugsfertigkeit beantragten sie eine Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen in Höhe von rund 100.000 Euro. Das Paar war der Ansicht, dass insbesondere der Einbau oder die Modernisierung einer Einbauküche nicht im Zusammenhang mit den Herstellungs- oder Anschaffungskosten stehen würden, weil eine handelsübliche Einbauküche überall verbaut werden könnte, also sowohl im neuen als auch im gebrauchten Haus.

Die Richter folgten dieser Argumentation aber nicht. Denn die Neuschaffung von Wohnflächen ist nicht begünstigt, weil durch die begünstigen Aufwendungen nur funktionserhaltende, nicht aber funktionsändernde Baumaßnahmen erfasst werden. Einer Berücksichtigung der Aufwendungen steht entgegen, dass die Handwerkerleistung zum Einbau der Küche als Neubaumaßnahme im zeitlichen und funktionalen Zusammenhang mit der Errichtung des Wohnhauses steht. Es wird per Saldo etwas Neues geschaffen, was über die allein begünstigten Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen hinausgeht.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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