Home Kontakt Impressum Datenschutz Email
Die höchste deutsche Instanz in Rechtsfragen ist der Ansicht:
"Wer die Pflicht hat, Steuern zu zahlen,
hat auch das Recht, Steuern zu sparen!" (BGH, 1965)
 
signierte Kommunikation

Schützen auch Sie Ihre (Steuer)Daten vor unbefugten Zugriff Dritter!

Newsticker

Terminkalender

November 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
    1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30
 
Keine Termine und/oder Feiertage vorhanden...

Archiv - Steuertipps 2011

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2011 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Unvollständige Angaben hemmen die Verjährungsfrist...

Datum: 31.01.2011 | Rubrik: Selbstanzeige
Da das Kontrollnetz des Fiskus immer dichter wird, denken die zunehmend gläsernen werdenden Anleger verstärkt über eine Selbstanzeige nach. Die bringt Straffreiheit, ist meist aber teuer. Auf die Nachzahlung fallen nämlich üppige Zinsen an, dafür sind alle Sünden der Vergangenheit gebeichtet. Die freiwillige Meldung beim Finanzamt kann formlos erfolgen, muss aber die Vergehen komplett erhalten. Dann geht der Sünder in Hinsicht auf die nachgemeldeten Taten straffrei aus, muss sich also weder dem Gericht stellen, noch Geldbußen zahlen oder mit Gefängnis rechnen.

Nicht mehr nachzudeklarieren sind lediglich die Sünden bereits verjährter Steuerjahre. Hier gilt die Besonderheit, dass sich die Verjährungsfrist bei Hinterziehung von den üblichen vier auf zehn Jahre verlängert. Da sie erst mit Abgabe der Erklärung und damit frühestens im Folgejahr beginnt, kann das Finanzamt noch eine Reihe von alten und bereits bestandskräftigen Steuerbescheiden gemäß den nachgemeldeten Angaben nach oben korrigieren.

Erstatten nun der Hinterzieher noch kurz vor Ablauf der Verjährungsfrist Selbstanzeige, kann das Finanzamt die Steuer auch anschließend noch festsetzen. Denn nach einer gesetzlichen Sonderregelung verbleiben den Beamten zwölf Monate nach Eingang der Meldung, um ihre Forderungen durchzusetzen. Das gelingt nach dem Urteil des Bundesfinanzhofs selbst dann, wenn die gemeldeten Sünden beispielsweise wegen fehlender Bankunterlagen über Schwarzgelder auf Auslandskonten zunächst unvollständig sind. Ausreichend ist nach Auffassung der Richter nämlich bereits, dass aufgrund der Anzeige dem Grunde nach erkennbar ist, um welche Steuerart und Jahre es sich handelt (Az. X R 1/08).

Erfüllt der Steuersünder seine bestehenden Mitwirkungspflichten nicht vollständig, kann die Finanzbehörde die Besteuerungsgrundlagen, auf die sich die Selbstanzeige bezieht, notfalls auch schätzen. Denn angesichts der Tatsache, dass die Tat oft mehrere Jahre zurückliegt und der Hinterzieher häufig nicht in der Lage ist, sämtliche Angaben für eine vollständige Aufdeckung der Sünden zu machen, ist es gerechtfertigt, insoweit an eine Selbstanzeige geringere Anforderungen zu stellen als bei der Prüfung der Straffreiheit.

Zwar ist die Finanzbehörde aufgrund einer unvollständigen Selbstanzeige noch nicht in der Lage, die zutreffende Steuerschuld festzusetzen. Durch die verlängerte Frist bekommt sie dann ausreichend Zeit, auf die noch fehlenden Angaben zu warten, eigene Ermittlungen - beispielsweise durch eine Außenprüfung - durchzuführen oder die Besteuerungsgrundlagen zu schätzen.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
Datensätze: 227 | Seite: 20 von 227
« zurück 17 18 19 20 21 22 23 » weiter
Do., 23. November 2017

Infopool dieser Seite

Keine Informationen zu dieser Seite vorhanden!

Lohnsteuerhilfe für Mitglieder

SteuerTicker

Für das Steuerjahr 2017 existieren noch keine Steuertipps.
 
Fragen zur Einkommensteuer, Einkommensteuerhilfe
 
 

Wussten Sie, dass...

... viele Bundesbürger die Abgabe Ihrer Einkommensteuer- erklärung zum 31.05. vergessen ...
 

Social Bookmarks