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Archiv - Steuertipps 2011

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2011 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Verschiedene Abgabefristen sind zu beachten...

Datum: 11.11.2011 | Rubrik: Steuererklärung
Viele schieben sie auf die lange Bank, andere hatten es besonders eilig mit der Steuererklärung für das vorige Jahr. Grundsätzlich mussten Bürger und Unternehmen ihre Einkommen-, Körperschaft-, Gewerbe- und Umsatzsteuererklärung sowie Personengesellschaften ihre Feststellungsformulare für 2010 bis zum 31. Mai 201 bei ihrem Wohnsitz- oder Betriebsstätten-Finanzamt eingereicht haben. Bei Steuererklärungen für Land- und Forstwirte mit einem abweichenden Wirtschaftsjahr gilt aufgrund einer Gesetzesänderung jetzt ebenfalls Ende 2012, diese verlängerte Frist kann diese Berufsgruppe entsprechend dann erstmals für die Formulare 2011 nutzen. Dies ergibt sich aus dem gleich lautenden Erlass der obersten Finanzbehörden der Länder vom 4. November 2011 (Az. 2011/0778908).

Doch diese allgemein bekannte Frist ließ sich oftmals leicht verlängern. Wer seine Erklärungen von Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein erstellen lässt, hat nämlich noch bis Silvester des laufenden Jahres Zeit. In begründeten Einzelfällen wird die Frist sogar bis Ende Februar 2012 verlängert. Aber die Finanzämter können auch vorab auf die Formulareinreichung pochen. Anlass hierfür sind beispielsweise
  • die Erwartung von hohen Nachzahlungen oder wenn es im Vorjahr zu einer hohen Abschlusszahlung gekommen war,

  • Verluste bei Gesellschaften

  • zuvor verspätet oder nicht abgegebene Steuererklärungen,

  • Anpassung der nachträglichen Vorauszahlungen in den Vorjahren aufgrund der Erklärungsabgabe oder

  • mangelnde Arbeitsbelastung der Finanzbeamten.
Allerdings muss die Behörde diese vorzeitige Anforderung mit angemessener Frist anmelden. Eine Besonderheit gilt für die Umsatzsteuer, wenn die Geschäftstätigkeit eingestellt wurde. Hier ist die Jahreserklärung einen Monat nach Beendigung und somit bereits unterjährig vorzeitig abzugeben.

Auch wer keine steuerliche Hilfe von Experten in Anspruch nimmt, kann den Termin Ende Mai verlängern lassen, jetzt zwar nicht mehr für 2010, aber für die bald anstehende Erklärung 2011. Auf Antrag gewährt der Fiskus nämlich in der Regel einen Aufschub bis zum 30. September, und dies ohne besondere Begründung. Darüber hinaus müssen Steuerzahler aber schon stichhaltige Argumente für eine terminliche Verlängerung vorbringen, die nur in Ausnahmefällen akzeptiert wird.

Ohne diese Besonderheiten dürfen Arbeitnehmer grundsätzlich freiwillig eine Erklärung einreichen, bis zum Eintritt der Verjährung. Sie können eine so genannte Antragsveranlagung durchführen. Das gilt für Arbeitnehmer, von denen das Finanzamt keine Nachzahlung über die Erklärung erwartet. Das ist beispielsweise der Fall, wenn Arbeitnehmer Nebeneinkünfte haben, ein Jobwechsel stattgefunden hat oder auf der Lohnsteuerkarte 2010 die Steuerklasse V oder bei Ehegatten die Klasse IV/IV nach dem Faktorverfahren vermerkt ist.

Wichtig: Rechnen Arbeitnehmer mit einer Steuererstattung, muss bis Ende 2011 die freiwillige Steuererklärung für 2007 abgegeben werden.

Hinweis: Wer die Steuererklärung nicht oder verspätet beim Finanzamt einreicht und auch den Antrag auf Verlängerung der Abgabe versäumt, muss mit einem Verspätungszuschlag rechnen. Dieser ergeht zusammen mit dem Steuerbescheid. Dieser dient dem Finanzamt als Druckmittel, damit die Formulare künftig pünktlich kommen.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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