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Archiv - Steuertipps 2011

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2011 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Ist Finanzierungsauswand nach dem Hausverkauf noch absetzbar?

Datum: 03.11.2011 | Rubrik: Werbungskosten
Entstehen nach der Veräußerung einer vermieteten Immobilie weiterhin Schuldzinsen aus einem aufgenommenen Kredit, dürfen die nach Ansicht der Finanzverwaltung nicht mehr als nachträgliche Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abgezogen werden, auch wenn der erzielte Veräußerungserlös nicht zur Tilgung der Schulden ausreicht. Das gilt weiterhin, obwohl der Bundesfinanzhof (BFH) jüngst in einem Grundsatzurteil zu einer geänderten Rechtsauffassung gekommen war, dass nach der Veräußerung von privat gehaltenen GmbH-Anteilen Kreditzinsen weiterhin als nachträgliche Werbungskosten bei den Einkünften aus Kapitalvermögen abgezogen werden dürfen und es insoweit zu einer Gleichstellung mit Gewerbetreibenden kommt (Az. VIII R 20/08). Diese neue Rechtsprechung kann also - derzeit - nicht zum Abzug nachträglicher Schuldzinsen für den Bereich der Mieteinkünfte angewendet werden.

Nach der strikten Meinung des Fiskus besteht im Einkommensteuerrecht eine Unterscheidung zwischen den betrieblichen und den privaten Einkunftsarten. Dies wird insbesondere dadurch geprägt, dass bei Unternehmern auch die Vermögenszuwächse der Besteuerung unterliegen, während im Privatbereich lediglich die Erträge beim Verkauf innerhalb der Spekulationsfrist besteuert werden. Daher entfällt auch der Abzug der Zinsen an die Bank unabhängig davon, ob die Höhe des erzielten Veräußerungserlöses zur Tilgung des Darlehens ausreicht. Eine private Mietimmobilie kann nach Ablauf der Spekulationsfrist wieder steuerfrei veräußert werden, während der GmbH-Gesellschafter stets den Gewinn versteuern muss.

Das Finanzgericht Düsseldorf hält es jetzt allerdings für ernstlich zweifelhaft, dass die Finanzverwaltung den nachträglichen Schuldzinsenabzug für die nach Abzug des Veräußerungserlöses verbleibenden Darlehen versagt. Nach Ansicht der Richter fehlt jedes stichhaltige Argument, das eine unterschiedliche Beurteilung der nach einer Veräußerung anfallenden Schuldzinsen bei betrieblichen und privaten Einkünften legitimieren könnte (Az. 11 V 1620/11 A (E)). Finanzierungsaufwendungen von GmbH-Gesellschafter und privatem Hausbesitzer sind daher gleich zu behandeln, in beiden Fällen liegen nachträgliche Werbungskosten vor. An der Sichtweise, dass Kreditaufwendungen nach der Veräußerung eines Gebäudes keine nachträglichen Werbungskosten mehr darstellen, weil sie aufgrund eines möglichen steuerfreien Gewinns im privaten Vermögensbereich nicht mehr mit dieser Einkunftsart in wirtschaftlichem Zusammenhang stehen, kann aufgrund der geänderten BFH-Rechtsprechung zu verbleibenden Krediten nach dem Verkauf von GmbH-Anteilen nicht mehr festgehalten werden.

Durch die Verlängerung der Spekulationsfrist von zwei auf zehn Jahre im Jahre 1999 sind nachträgliche Schuldzinsen bei den privaten Mieteinkünften nicht anders zu beurteilen als bei den gewerblichen Einkünften. Das gilt zumindest dann, wenn die Veräußerung des Grundstücks innerhalb der zehnjährigen Spekulationsfrist erfolgt, so dass steuerpflichtige Gewinne realisiert werden.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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