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Archiv - Steuertipps 2011

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2011 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Pflicht zur Betreuung vermittelter Versicherungsverträge wird passiviert...

Datum: 25.10.2011 | Rubrik: Bilanzierung
Ein Versicherungsvertreter hat in seiner Bilanz auf der Passivseite Rückstellungen für die Verpflichtung zur Nachbetreuung von Versicherungsverträgen zu bilden. Das hat der Bundesfinanzhof in vier am 19. Oktober 2011 veröffentlichten Urteilen entschieden und damit klargestellt, dass es insoweit zu einer Gewinnminderung kommt (Az. X R 26/10, X R 8/10, X R 9/10 und X R 48/08). Den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung und den Regelungen des Einkommensteuergesetzes lassen sich keine Beschränkungen der Pflicht zur Bildung von Rückstellungen auf wesentliche Verpflichtungen entnehmen. Dabei ist ein Aufwand von 0,5 Stunden pro Vertrag und Jahr anzusetzen, der im konkreten Fall zu einer Rückstellung von immerhin gut 40.000 Euro führte.

Allerdings verlangen die Richter, dass insoweit konkrete und spezifizierte Aufzeichnungen vertragsbezogen geführt und vorgelegt werden müssen, die eine angemessene Schätzung der Höhe der zu erwartenden Betreuungsaufwendungen ermöglichen. Der Versicherungsvertreter trägt die objektive Beweislast für die von ihm behaupteten Aufwendungen für nachträgliche Betreuungsleistungen, also muss er die Nachteile hinnehmen, sollten ihm diese Nachweise nicht oder nicht ausreichend gelingen.

Solche Rückstellungen wegen Erfüllungsrückstandes sind immer dann zu bilden, wenn ein Versicherungsvertreter die Abschlussprovision nicht nur für die Vermittlung der Versicherung, sondern auch für die weitere Betreuung des Versicherungsvertrags und die Bestandspflege seiner Kunden erhält

Den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung und den Regelungen des Einkommensteuergesetzes lässt sich keine Beschränkung der Pflicht zur Bildung von Rückstellungen auf wesentliche Verpflichtungen entnehmen. Dies hatte das Finanzamt als Argument für die Ablehnung vorgebracht. Eine Rückstellung für die Verpflichtung zur Nachbetreuung von Versicherungsverträgen setzt nämlich nur voraus, dass der Vertreter zur Betreuung der Versicherungen rechtlich überhaupt verpflichtet ist, sich also um seine Kunden kümmern muss.

Diese Nachbetreuung ist eine Sachleistungsverpflichtung; die in der Bilanz mit den künftigen Einzelkosten und den Gemeinkosten mit dem jeweiligen Zeitaufwand für die Betreuung pro Vertrag und Jahr zu bewerten. Dabei dürfen jedoch nur Leistungen für die Betreuung bereits abgeschlossener Verträge einbezogen werden. Werbeaktivitäten mit dem Ziel, potentielle Interessenten und Bestandskunden zu neuen Vertragsabschlüssen zu veranlassen, ist als Einwerbung von Neugeschäften nicht rückstellbar.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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Sa., 25. November 2017

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