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Archiv - Steuertipps 2011

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2011 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Rohstoffinvestment ist privat und nicht gewerblich...

Datum: 24.10.2011 | Rubrik: Geldanlagen
Ein Gewerbebetrieb setzt eine selbständige und nachhaltige Betätigung voraus, die mit Gewinnerzielungsabsicht unternommen wird, und sich als Teilnahme am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr darstellt. Dabei darf es sich nicht um private Vermögensverwaltung handeln. Die Merkmale für einen Gewerbebetrieb sind nicht erfüllt, wenn einmalig Holz mit dem Ziel erworben wird, dieses bei Erntereife möglichst gewinnbringend zu veräußern. Nach dem Urteil vom Hessischen Finanzgericht liegt vielmehr eine private Geldanlage vor, indem der Erwerber mit steigenden Preisen spekulieren will (Az. 10 K 1913/09). Denn mit diesem Rohstoffinvestment beteiligt sich der Holzkäufer nicht nachhaltig am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr und seine Tätigkeit ist als private Vermögensverwaltung zu qualifizieren.

Seine Aktivitäten erschöpfen sich im Abschluss des Kaufvertrages, dem zehnzehnjährigen Zuwarten in der Hoffnung auf steigende Preise bei Edelhölzern und dem späteren Verkauf des Holzes. Darin ist keine Vielzahl von Einzelaktivitäten zu sehen, wie es dem Bild eines Gewerbetreibenden, insbesondere eines Holzhändlers, entspricht. Die Grenze von der privaten Vermögensverwaltung zum Gewerbebetrieb wird erst überschritten, wenn nach dem Gesamtbild die Ausnutzung von Vermögenswerten durch Umschichtung gegenüber der Nutzung im Sinne einer Fruchtziehung entscheidend in den Vordergrund tritt. In Zweifelsfällen ist dabei maßgebend, ob die Tätigkeit nach der Verkehrsanschauung einen Gewerbebetrieb ausmacht und einer privaten Vermögensverwaltung fremd ist.

Zu den typischen gewerblichen Tätigkeiten zählt der Handel durch die wiederholte Anschaffung und Veräußerung von Wirtschaftsgütern im Sinne eines marktmäßigen Umschlags. Nach diesen Kriterien hat sich der Investor nicht wie ein Händler betätigt und es fehlt ein auf Dauer angelegter Güterumschlag, zumal er im Übrigen keinerlei Kenntnisse und Erfahrungen im Holzhandel besitzt.

Wer einmalig in einen Sachwert wie den Rohstoff Holz investiert, um ihn möglichst gewinnbringend zu verkaufen, handelt nicht anders als ein Anleger, der Aktien oder andere Wertpapiere erwirbt und veräußert. Dieser erwartet wirtschaftlich betrachtet einen Ertrag auch aus der Kursentwicklung. Diese Sichtweise gilt sinngemäß auch für den Erwerb einer bestimmten Menge Edelholz mit der Spekulation auf steigende Preise.

Die Aufwendungen können daher nicht steuermindernd berücksichtigt werden. Insbesondere handelt es sich nicht um Werbungskosten bei den Einkünften aus Kapitalvermögen. Aufwendungen zum Erwerb einer Kapitalanlage betreffen nur den steuerlich irrelevanten Vermögensbereich, so die Richter abschließend.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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