Home Kontakt Impressum Datenschutz Email
Die höchste deutsche Instanz in Rechtsfragen ist der Ansicht:
"Wer die Pflicht hat, Steuern zu zahlen,
hat auch das Recht, Steuern zu sparen!" (BGH, 1965)
 
signierte Kommunikation

Schützen auch Sie Ihre (Steuer)Daten vor unbefugten Zugriff Dritter!

Newsticker

Terminkalender

November 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
    1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30
 
Keine Termine und/oder Feiertage vorhanden...

Archiv - Steuertipps 2011

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2011 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Getrennter Verkauf eines Gartengrundstück wird erfasst...

Datum: 26.09.2011 | Rubrik: Spekulationssteuer
Das Finanzamt partizipiert an Immobilienverkäufen nur, sofern Grundbesitz innerhalb von zehn Jahren veräußert wird. Dabei berechnet sich das steuerpflichtige Plus oder Minus aus dem Immobilienverkauf aus dem Unterschied zwischen Verkaufs- und Kaufpreis. Hiervon dürfen die in diesem Zusammenhang angefallenen Nebenkosten abgezogen werden. Dieses Zwischenergebnis erhöht sich um sämtliche bis zum Verkauf geltend gemachten Abschreibungserträge, diese Vergünstigung holt sich der Fiskus also wieder zurück. Das Motiv für die Veräußerung ist unerheblich. So greift das Finanzamt auch dann auf die Gewinne zu, wenn finanzielle Notlage, Krankheitsgründe oder Grundstücksenteignung gegen Entschädigung für den Verkauf verantwortlich waren. Spekulationsgewinne werden nur besteuert, wenn sie im Jahr über der Freigrenze von 600 Euro liegen.

Gänzlich steuerfrei bleibt jedoch das selbstgenutzte Eigentum, wenn es beim Verkauf und in den beiden Vorjahren selbst bewohnt wurde. Bei Eigennutzung ab Neubau oder Kauf gibt es gar keine Mindestfristen. Auch bei Mehrfamilienhäusern wird der selbst bewohnte Teil nicht besteuert. Wer also beispielsweise aus beruflichen oder finanziellen Gründen sein Eigenheim verkaufen muss, braucht sich über Spekulationssteuern auf den Gewinn keine Gedanken zu machen.

Dieses Privileg lässt sich nach dem am 21. September 2011 vom Bundesfinanzhof veröffentlichtem Urteil aber nicht mehr verwenden, wenn ein unbebautes, bislang als Garten genutztes benachbartes Grundstück veräußert wird und der Hausbesitzer nicht gleichzeitig seine Wohnung mit aufgibt (Az. IX R 48/10). Denn eine Immobilie dient nur dann eigenen Wohnzwecken, wenn sie vom Eigentümer selbst tatsächlich und auf Dauer angelegt bewohnt wird. Dieser strickten Einordnung entspricht auch der Zweck, die Spekulationsbesteuerung eines Veräußerungsgewinns bei Aufgabe eines Wohnsitzes etwa wegen Arbeitsplatzwechsels zu vermeiden.

Dies soll der vom Gesetzgeber geförderten beruflichen Mobilität durch Arbeitsplatzwechsel entgegenwirken, wollte man den zugehörigen Grund und Boden abweichend vom zu Wohnzwecken genutzten Wirtschaftsgut - regelmäßig das Gebäude oder das zu Wohnzwecken genutzte Gebäudeteil - der Besteuerung unterwerfen. Ein Umzug würde unter diesen Umständen entgegen der gesetzlichen Intention möglicherweise erschwert. Der Grund und Boden ist daher nur dann begünstigt, wenn und soweit er zu einem zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäude gehört. Der einheitliche Nutzungs- und Funktionszusammenhang zwischen Wohnung und Grund und Boden ist nicht gegeben, wenn ein unbebautes Grundstück, welches an das zu eigenen Wohnzwecken genutzte Grundstück angrenzt, zunächst als Garten genutzt und später veräußert wird.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
Datensätze: 227 | Seite: 169 von 227
« zurück 166 167 168 169 170 171 172 » weiter
Fr., 24. November 2017

Infopool dieser Seite

Keine Informationen zu dieser Seite vorhanden!

Lohnsteuerhilfe für Mitglieder

SteuerTicker

Für das Steuerjahr 2017 existieren noch keine Steuertipps.
 
Fragen zur Einkommensteuer, Einkommensteuerhilfe
 
 

Wussten Sie, dass...

... 95 % der Mitglieder die Fachkompetenz der Lohnsteuerhilfeverein-Berater für sehr hoch eingeschätzen!
 

Social Bookmarks