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Archiv - Steuertipps 2011

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2011 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

In der Bilanz ist manchmal ein Abgrenzungsposten zu bilden...

Datum: 16.09.2011 | Rubrik: Kreditgebühren
Nach dem Einkommensteuergesetz gibt es eine verpflichtende Bilanzierungshilfe für Selbstständige, wodurch die verfrühte Ausgabe nicht bereits dann in voller Höhe den Gewinn in dem Jahr mindern darf, in dem der Aufwand bezahlt worden ist. Das betrifft Ausgaben vor dem Bilanzstichtag für eine bestimmte Zeit danach, für die generell ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten (RAP) in die Bilanz eingestellt werden muss. Hierüber werden dann Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie einen Aufwand erst für künftige Zeiträume darstellen. Dies soll nach Handels- und Steuerrecht gewährleisten, dass ein vorab verausgabtes Entgelt entsprechend dem Realisationsprinzip erst dann durch Auflösung des RAP erfolgswirksam abgesetzt wird, wenn sie beim Kaufmann zu einer tatsächlichen wirtschaftlichen Belastung führt. Diese Ausnahme der zunächst steuerneutralen Rechnungsabgrenzung ist auch zu beachten, wenn Kreditinstitute eine Gebühr beispielsweise für die Gewährung von öffentlich geförderten Darlehen verlangen. Dieser Einmalaufwand darf nicht immer sofort als Betriebsausgabe abgesetzt werden. Das hat der Bundesfinanzhof aktuell entschieden. Da es sich bei wirtschaftlicher Betrachtungsweise ebenso wie bei den Schuldzinsen selbst um eine Vergütung für die Überlassung von Kapital handelt, muss der Kreditnehmer für diese Kosten in der Bilanz eine aktive RAP bilden. Dies gilt unabhängig davon, ob es sich um einen privaten oder einen öffentlich geförderten Kredit handelt. Diese Bearbeitungsgebühr stellen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag für eine bestimmte Zeit danach dar, sodass ein steuerliches Aktivierungsgebot besteht. Es handelt sich um die Vorleistung des Schuldners gegenüber der Bank, die einem Wertverzehr unterliegt. Das nach Ansicht der Richter aber nur, wenn der Darlehensnehmer die gezahlte Gebühr zurückverlangen könnte, falls der Kreditvertrag vorzeitig beendet wird und das nicht unwahrscheinlich ist (Az. I R 7/10).

Beispiel: Die Bank verlangt im Juli 2011 für einen betrieblichen Kredit eine Bearbeitungsgebühr von 5.000 Euro. Die Laufzeit des anschließend bewilligten Darlehens beträgt zehn Jahre. Der Unternehmer kann von dem Aufwand im Geschäftsjahr 2011 lediglich (5.000 / 10 Jahre / 2 für Juli - Dezember) 250 Euro als Betriebsausgaben absetzen und muss die restlichen 4.750 Euro in eine gewinnneutrale RAP einstellen. Die löst er dann jährlich entsprechend auf, so dass er in den Folgejahren Betriebsausgaben hat.

Ganz anders ist es aber, wenn der Darlehensnehmer das gezahlte Entgelt nicht zurückverlangen könnte, falls der Vertrag vorzeitig beendet wird. Dann ist die Bearbeitungsgebühr sofort in voller Höhe steuermindernd absetzbar, im Beispielsfall für das Geschäftsjahr 2011 dann 5.000 Euro.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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Fr., 24. November 2017

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