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Archiv - Steuertipps 2011

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2011 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Schulbesuch für Hochbegabten sind Krankheitskosten...

Datum: 16.08.2011 | Rubrik: Außergewöhnliche Belastung
Aufwendungen für die Schule im Ausland bei einem hochbegabten Kind können als Krankheitskosten und damit außergewöhnliche Belastungen abziehbar sein, wenn der Besuch jenseits der Grenze medizinisch angezeigt ist. Das hat der Bundesfinanzhof in einem am 10. August 2011 veröffentlichten Urteil zu einem Sohn mit einem Intelligenzquotient von 133 entschieden, der auf eine Hochbegabtenschule in Schottland wechselte. Mit jährlich rund 25.000 Euro für Schul- und Internatskosten entstehen den Eltern zwangsläufig höhere Kosten als der überwiegenden Mehrzahl der Steuerzahler gleicher Einkommensverhältnisse, gleicher Vermögensverhältnisse und gleichen Familienstands, betonten die Richter (Az. VI R 37/10).

Bei solchen außergewöhnlichen Belastungen wird die Einkommensteuer auf Antrag ermäßigt. Hier liegen Krankheitskosten vor, die auch dann begünstigt sind, wenn sie der Heilung oder Linderung einer Krankheit dienen. Zwar ist bei Abzug des Schulgelds als Sonderausgaben die Berücksichtigung von Unterbringungskosten nicht möglich. Diese Einschränkung wirkt aber nicht auf die außergewöhnliche Belastung. Der weist weiter darauf hin, dass diese nur insoweit abziehbar sind, als die Eltern die Aufwendungen endgültig selbst getragen haben. Deshalb müssen sie sich die Jugendhilfeleistungen der Stadt, die sie für den Schulbesuch des Sohnes erhalten haben, belastungsmindernd anrechnen lassen.

Im zugrunde liegenden Urteilsfall empfahl aufgrund von Verhaltensauffälligkeiten sowohl der Allgemeine Sozialdienst als auch die Hausärztin den Besuch der schottischen Schule, weil eine solche Einrichtung für die Altersgruppe in Deutschland nicht verfügbar war. Die Unterbringung war therapeutisch notwendig, um der Fehlentwicklung des Kindes entgegen zu wirken und eine bleibende seelische und soziale Schädigung zu verhindern, meinten Sozialdienst und Hausärztin, was durch ein nachträglich hinzugezogener Amtsarzt bestätigte wurde.

Da der Nachweis einer Krankheit und der medizinischen Indikation der Behandlung nach der neuen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs jetzt nicht mehr zwingend durch ein vor Beginn der Behandlung eingeholtes amtsärztliches Attest oder vertrauensärztliches Gutachten eines öffentlich-rechtlichen Trägers geführt werden muss, reichen auch noch später und eingereichte Beweismittel, dass der Schulbesuch der Hochbegabung des Kindes medizinisch notwendig war.

Ein zusätzlicher Ausbildungsfreibetrag wegen auswärtiger Unterbringung des Sohnes steht den Eltern aber nicht zu. Durch diese Regelung soll eine doppelte Steuerermäßigung vermieden werden.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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Fr., 24. November 2017

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