Home Kontakt Impressum Datenschutz Email
Die höchste deutsche Instanz in Rechtsfragen ist der Ansicht:
"Wer die Pflicht hat, Steuern zu zahlen,
hat auch das Recht, Steuern zu sparen!" (BGH, 1965)
 
signierte Kommunikation

Schützen auch Sie Ihre (Steuer)Daten vor unbefugten Zugriff Dritter!

Newsticker

Terminkalender

November 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
    1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30
 
Keine Termine und/oder Feiertage vorhanden...

Archiv - Steuertipps 2011

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2011 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Keine Grunderwerbsteuer bei Vermögensauseinandersetzung...

Datum: 12.08.2011 | Rubrik: Ehescheidung
Der Fiskus verlangt nicht immer Grunderwerbsteuer, wenn eine Immobilie übergeht. Steuerfrei bleiben beispielsweise Grundstückserwerbe durch Ehepartner oder den Ex-Gatten nach der Scheidung oder unter eingetragenen gleichgeschlechtlichen Lebenspartnern bei Aufhebung der Partnerschaft, sofern das Geschäft der Vermögensauseinandersetzung dient. Das ergibt sich aus Paragraf 3 Nummer 5 Grunderwerbsteuergesetz. Der Bundesfinanzhof hat jetzt entschieden, dass die Steuerfreiheit auch dann greift, wenn eine Kaufoption auf eine Immobilie erst viel später ausgeübt wird.

Tenor des am 13. Juli 2011 veröffentlichten Urteils: Vereinbaren Ehegatten - alternativ eingetragene Lebenspartner - zur Regelung der Vermögensauseinandersetzung im Zusammenhang mit ihrer Scheidung, dass sie vorerst Miteigentümer des weiterhin von einem Ehegatten genutzten Wohnhauses bleiben, und erhält der nutzende Ex-Partner ein notariell beurkundetes Ankaufsrecht für den Miteigentumsanteil des anderen Ehegatten, ist ein nach der Scheidung aufgrund des Ankaufsrechts erfolgter Erwerb steuerfrei (Az. II R 33/09).

Steuerfrei sind in sachlicher Hinsicht alle Erwerbe aus Anlass der Ehescheidung. Begünstigt ist dabei jede Vermögensauseinandersetzung, die ihre Ursache in der Scheidung hat. Die Vermögensauseinandersetzung erstreckt sich auf die Regelung sämtlicher vermögensrechtlicher Beziehungen der geschiedenen Ehegatten - alternativ eingetragene Lebenspartner. Dazu gehört auch die Auseinandersetzung über Vermögensgegenstände, die beiden Partnern zu Bruchteilen gehören.

Hinweis: Eine zeitliche Beschränkung ist im Grunderwerbsteuergesetz für eine solche Vermögensauseinandersetzung nicht vorgesehen. Allerdings betonen die Richter, dass ein langer Zeitraum zwischen Scheidung und Grundstücksübertragung darauf hindeuten kann, dass eine scheidungsbedingte Vermögensauseinandersetzung nicht mehr vorliegt, sondern bereits ein üblicher Verkauf wie unter Dritten erfolgt. Der wäre dann steuerpflichtig.

Vereinbaren Ehegatten zur Regelung der Vermögensauseinandersetzung im Zusammenhang mit ihrer Scheidung, dass sie vorerst Miteigentümer Wohnhauses bleiben, kann einer der Ehegatten also später noch seine vereinbarte Kaufoption ziehen. Diese Geltendmachung eines Ankaufsrechts nach der Scheidung ist nämlich noch dem begünstigten Erwerb vom früheren Ehegatten noch der scheidungsbedingten Vermögensauseinandersetzung zuzurechnen.

Die Steuerbefreiung gilt jedoch nicht mehr für den Grundstückserwerb vom Gesamtrechtsnachfolger des geschiedenen Ehegatten, also etwa dessen Erbe.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
Datensätze: 227 | Seite: 145 von 227
« zurück 142 143 144 145 146 147 148 » weiter
Mo., 20. November 2017

Infopool dieser Seite

Keine Informationen zu dieser Seite vorhanden!

Lohnsteuerhilfe für Mitglieder

SteuerTicker

Für das Steuerjahr 2017 existieren noch keine Steuertipps.
 
Fragen zur Einkommensteuer, Einkommensteuerhilfe
 
 

Wussten Sie, dass...

... unsere Beratungsstellen durch permanente Schulungen immer auf dem aktuellsten Stand sind!...
 

Social Bookmarks