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Archiv - Steuertipps 2011

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2011 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Viele Entscheidungen zu Steuerregelungen...

Datum: 03.06.2011 | Rubrik: Geschlossene Fonds
Der Bundesfinanzhof (BFH) hat am 1. Juni 2011 drei Urteile veröffentlicht, die sich mit geschlossenen Fondsbeteiligungen beschäftigen. Diese sind auch für die Anleger in solche Fonds relevant, weil dies Einfluss auf die Nachsteuerrendite hat. Nachfolgend die wichtigsten Eckpunkte im Überblick:
  • Aufwendungen im Zusammenhang mit der Auflegung und Konzeptionierung des Fonds sowie die mit der Eigenkapitalvermittlung anfallenden Kosten eines Schiffsfonds sind nicht sofort als Betriebsausgaben abziehbar (Az. IV R 8/10). Konzeptions-, Gründungs-, Finanzierungs- und Platzierungskosten sind in voller Höhe als Anschaffungskosten des Tank- oder Containerschiffs zu behandeln. Für den Kapitalanleger wäre ein sofortiger Abzug dieser betragsmäßig durchaus ins Gewicht fallenden Kosten steuerlich vorteilhaft, weil ihm dadurch bereits in der Beitrittsphase ein höherer und mit positiven anderen Einkünften ausgleichsfähiger Verlust zugewiesen werden könnte. Diesen Steuervorteil hat der BFH jedoch abgelehnt und seine restriktive, zu Immobilienfonds entwickelte Rechtsprechung auch auf Schiffsfonds erstreckt.

  • Die Abschreibungsdauer von hochseetauglichen Tankschiffen ist in amtlichen Tabellen der Finanzverwaltung mit zwölf Jahren veranschlagt. Grundsätzlich folgt die Rechtsprechung unter dem Gesichtspunkt der Selbstbindung der Verwaltung und im Hinblick auf die Gleichmäßigkeit der Besteuerung diesen Tabellen. Für die Generation von Doppelhüllentankern würde die Anwendung der AfA-Tabelle aber zu einer unzutreffenden Besteuerung führen. Die Tabelle beziehe sich auf Schiffstypen ab 1973 und ist heute angesichts der technischen Entwicklung nicht mehr zeitgemäß. Denn die Lebensdauer der auf den Weltmeeren verkehrenden Tankerflotte ist deutlich höher als zwölf Jahre. Vor diesem Hintergrund schätzt der BFH die Nutzungsdauer des Tankschiffs auf 17 Jahre.

  • Ein Windpark besteht zwar aus mehreren selbständigen Wirtschaftgütern, die sind aber einheitlich abzuschreiben (Az. IV R 46/09). Nicht zuletzt durch die erhebliche staatliche Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz entstanden in den letzten Jahren große Windparks, in denen mehrere Windkraftanlagen in einem technischen Verbund betrieben werden. Ungeklärt war bisher, wie die Abschreibungen auf Windparks vorzunehmen sind. Der BFH hatte jetzt erstmals entscheiden, dass zwar einerseits nicht nur von einem einzigen Wirtschaftsgut auszugehen ist. Andererseits hat er aber eine weitgehende Atomisierung eines Windparks in eine Vielzahl von Wirtschaftsgütern abgelehnt. Als jeweils selbständige Wirtschaftsgüter wird danach jede einzelne Windkraftanlage eingestuft.

  • Nach den von der Finanzverwaltung aufgestellten AfA-Tabellen haben die Anlagen unterschiedliche Nutzungsdauern. Wegen ihrer technischen Abstimmung aufeinander und wegen der einheitlichen Bau- und Betriebsgenehmigung ist die Nutzungsdauer aller Wirtschaftsgüter des Windparks nach Auffassung des BFH einheitlich zu bestimmen. Sie richtet sich nach der Nutzungsdauer der den Windpark prägenden Kraftanlagen. Diese betrug in den entschiedenen Fällen abhängig vom Jahr der Errichtung zwischen 12 und 16 Jahre.

  • Darüber hinaus hat der BFH seine restriktive Rechtsprechung zu Immobilien- und Schiffsfonds auch auf Windkraftmodelle ausgeweitet. Danach stellen sämtliche Aufwendungen im Zusammenhang mit der Errichtung des Windkraftfonds Anschaffungskosten der einzelnen Wirtschaftsgüter dar, die nur langfristig von der Steuer absetzbar sind.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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