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Archiv - Steuertipps 2011

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2011 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Neuregelungen bei der Geldanlage geplant...

Datum: 26.05.2011 | Rubrik: Kirchensteuer
Derzeit können Anleger wählen, ob sie ihrer Bank die Religionszugehörigkeit freiwillig mitteilen, damit das Institut neben der Abgeltungsteuer auch die Abgabe an die Kirchen sofort einbehält. Sofern sie die Konfession nicht mitteilen, führen die Banken nur die Abgeltungsteuer plus den Solidaritätszuschlag hierauf an den Fiskus ab. Diese Sparer sind nun verpflichtet, ihre im Jahr kassierten Kapitalerträge im Nachhinein dem Finanzamt über die Anlage KAP zu ihrer Einkommensteuererklärung nachmelden. Dann wird die Kirchensteuer erst im Rahmen der Veranlagung über den Bescheid erhoben.

Das ändert sich künftig. Durch das jetzt vom Bundeskabinett verabschiedete EU-Beitreibungsgesetz - offiziell: Gesetz zur Umsetzung der Beitreibungsrichtlinie sowie zur Änderung steuerlicher Vorschriften - gaben Kreditinstitute in Zukunft bei der Finanzverwaltung nachfragen, ob ihre Kunden kirchensteuerpflichtig sind. Dadurch wird die bestehende Übergangsregelung durch ein automatisiertes Abzugsverfahren ersetzt und anders als derzeit besteht dann für Anleger kein Wahlrecht mehr, ob sie ihre Kirchensteuer sofort durch die Kreditinstitute einbehalten lassen möchten oder ob die Festsetzung erst viel später im Veranlagungsverfahren erfolgt. Durch den geplanten Sofortabzug soll insbesondere das Kirchensteueraufkommen zeitnaher als bislang erfasst werden. Zudem wird grundsätzlich sichergestellt, dass alle Sparer mit Konfession auch ihre geschuldete Kirchensteuer zahlen.

Damit die Kreditinstitute überhaupt Kenntnis über die diese persönlichen Informationen bekommen, dürfen sie beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) anfragen, für welche ihrer Kunden tatsächlich eine Kirchensteuerpflicht besteht. Hierzu fragen Bank, Versicherungsunternehmen oder Bausparkasse unter Angabe der Steuer-Identifikationsnummer des Kunden einmal jährlich nach an, ob dieses kirchensteuerpflichtig ist oder nicht. Auf diese Nachforschung hin teilt die Behörde dem Institut dann die Kirchensteuerpflicht mit der Angabe des für die Religionsgemeinschaft geltenden Kirchensteuersatzes mit - je nach Bundesland acht oder neun Prozent auf die fällige Abgeltungsteuer. Anschließend wird der Kirchensteuerbetrag dann ans Finanzamt des Kreditinstituts abgeführt und darüber hinaus noch die Steuer-Identifikationsnummer des betroffenen Anlegers übermittelt. Anhand dieser Daten kann das BZSt nun eindeutig bestimmen, welcher Religionsgemeinschaft dieser Betrag zuzuweisen ist. Die erste Anfrage hinsichtlich der Kirchensteuerpflicht soll im Spätsommer 2013 erfolgen, da die Institute die Kirchenabgabe bei Auszahlungen ab Oktober 2013 erstmals nach diesem automatisierten Abzugsverfahren einbehalten.

Dem BZSt stehen für diesen Abruf durch die einzelnen Kreditinstitute bereits derzeit zwei Informationsquellen zur Verfügung, nämlich die zur Steueridentifikationsnummer gespeicherten persönlichen Daten aller Bürger und die Angaben zur Bildung der elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale. Die benötigen Arbeitgeber in Kürze, damit sie ohne Lohnsteuerkarte die Abgaben für ihre Belegschaft korrekt ermitteln können. Da ein solcher Datenfluss ohnehin bei den Mitteilungen für Rentenbezüge, Riester- und Rürup-Beiträge sowie Kranken-und Pflegeversicherungsprämien besteht und die bisherigen Erfahrungen durchweg positiv sind, bestehen aus technischer Sicht keine Hindernisse, diese maschinelle EDV-Unterstützung auch für Kreditinstitute zur Erhebung der Kirchensteuer zu installieren.

Hinweis: Die Banken dürfen auf diesem Weg künftig auch noch überprüfen, ob die ihnen von den Kunden mitgeteilte Steuer-Identifikationsnummer korrekt ist. Das soll Übermittlungs-oder Erfassungsfehler aufdecken und beseitigen.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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