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Archiv - Steuertipps 2010

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2010 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Fiskus darf von vielen Privatfahrten ausgehen...

Datum: 04.05.2010 | Rubrik: Pkw-Nutzung
Gehören mehrere Pkw zum Betriebsvermögen eines Einzelunternehmers, setzt das Finanzamt den pauschalen Nutzungswert grundsätzlich für jedes Kfz an, das vom Inhaber und seinen Familienangehörigen privat verwendet wird. Ausgenommen hiervon sind nur ungeeignete Fahrzeuge wie Werkstattwagen und ausschließlich Arbeitnehmern zur Verfügung gestellte Pkw. Nur für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte wird lediglich das Fahrzeug mit dem höchsten Listenpreis zugrunde gelegt.

Diese aus Sicht von Unternehmern ungünstige Regelung ist nach dem aktuellen Urteil des Bundesfinanzhofs zulässig, auch wenn auch wenn der Selbstständige nicht mehrere Kfz gleichzeitig privat fahren kann und eine Nutzung durch Familienangehörige nachweislich ausgeschlossen ist (Az. VIII R 24/08). Denn die Richter verweisen darauf, dass Unternehmer und Freiberufler dem Finanzamt den Privatanteil jederzeit über ein Fahrtenbuch präsentieren und hierüber zu günstigeren Ergebnissen kommen können. Dazu muss das Fahrtenbuch aber ordnungsgemäß sein, zeitnah und in geschlossener Form geführt werden. Es muss die Fahrten einschließlich des an ihrem Ende erreichten Gesamtkilometerstandes vollständig und in ihrem fortlaufenden Zusammenhang wiedergeben. Machen sich Selbstständige nicht diese Mühe, müssen sie die steuerlichen Nachteile der pauschalen Regelung in Kauf nehmen.

Wer beispielsweise über einen betrieblichen Fuhrpark von vier Pkw verfügt, muss für alle Wagen einen privaten Nutzungsanteil versteuern. Sofern die einzelnen Kfz zu mehr als 50 Prozent für Firmenzwecke verwenden werden, wird pauschal pro Monat ein Prozent vom Listenpreis inklusive Umsatzsteuer angesetzt. Dann lassen sich sämtliche Kfz-Kosten als Betriebsausgaben absetzen und die hierin erhaltene Vorsteuer wird vom Finanzamt in voller Höhe erstattet. Im Gegenzug muss dann der Gewinnzuschlag auf Basis des Autoneupreises erfolgen, pro Wagen. Das ist in der Praxis günstig, wenn der Unternehmer nur über ein Betriebs-Kfz verfügt. Sofern es mehrere sind oder wenige Privatfahrten erfolgen, sollte grundsätzlich die Option Fahrtenbuch gewählt werden.

Leider ist der Nachweis der tatsächlich angefallenen Kosten und Fahrten lästig und bedarf der Beachtung vieler strenger Formalien. Denn hierzu müssen sie über das ganze Jahr hinweg alle Kosten und Touren täglich mühselig auflisten, sämtliche Belege sammeln sowie die beruflichen Fahrziele um Umwege exakt angeben. Und wird dieser Nachweis anschließend vom Finanzamt nicht anerkannt, war die ganze Arbeit umsonst und der pauschale Listenpreisansatz kommt ohnehin wieder zur Anwendung. Das ist wohl einer der häufigsten Sachverhalte, der bei Lohnsteuer-Außenprüfungen oder im Rahmen der Steuererklärung zu Streitigkeiten führt. Die Beamten durchleuchten nämlich ganz genau, ob das vorgelegte Fahrtenbuch auch ordnungsgemäß geführt worden ist. Wenn nicht, kommt es zur Nachversteuerung.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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