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Archiv - Steuertipps 2010

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2010 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Gebrauchsgüter sollen nicht mehr dazu gehören...

Datum: 21.04.2010 | Rubrik: Spekulationsgeschäfte
Unter ein privates Veräußerungsgeschäft werden Verkäufe binnen Jahresfrist erfasst. Was bei Aktien und Termingeschäften bis zur Einführung der Abgeltungsteuer eindeutig war, gilt aber auch für Gegenstände des privaten Gebrauchs. Denn der Bundesfinanzhof hatte im Jahr 2008 entgegen der Verwaltungsauffassung entschieden, dass grundsätzlich auch alle körperlichen Gegenstände und somit auch der verkaufte Wohnzimmerschrank, der Gebrauchtwagen oder die Babyausstattung zu den Spekulationsgeschäften gehören (Az. IX R 29/06). Somit fallen tägliche Gebrauchsgüter auch dann darunter, wenn sie objektiv kein Wertsteigerungspotential besitzen und der Verlust mit Gebrauchsgütern wie Antiquitäten, Schmuck oder Mobiliar lässt sich mit Gewinnen aus Goldgeschäften oder Immobilienverkäufen verrechnen. Wird ein privater Gegenstand binnen Jahresfrist verkauft, fällt das generell unter die Spekulationsgeschäfte.

Diesen Urteilstenor verwenden nunmehr zunehmend Privatleute, die etwa ihren Hausrat oder Jahreswagen mit Verlust verkaufen. Das realisierte Minus lässt sich zwar jetzt nicht mehr mit Gewinnen aus Wertpapier- und Terminmarktgeschäften verrechnen, aber mit allen noch verbliebenen Spekulationsgewinnen aus beweglichen Wirtschaftsgütern, Edelmetallen sowie Grundstücken.

Dieses neue Steuersparpotential missfällt hingegen dem Fiskus. Daher soll die günstige Rechtsprechung für Privatpersonen über den Entwurf zum Jahressteuergesetz 2010 wieder ausgehebelt werden. Nach einer gesetzlichen Klarstellung unterliegt die Veräußerung von Gegenständen des täglichen Gebrauchs innerhalb eines Jahres nach Anschaffung nicht mehr der Spekulationsbesteuerung. Denn diese Gegenstände werden - so die Gesetzesbegründung - nicht mit dem Ziel der zeitnahen gewinnbringenden Veräußerung angeschafft. Das gilt nur in Ausnahmefällen wie bei der Veräußerung von Antiquitäten, Kunstgegenständen und Oldtimern. Zwar müssen dann auch Spekulationsgewinne nicht mehr versteuert werden. Das tröstet die Steuerzahler aber wenig, denn die fallen im Bereich von Gebrauchtwagen oder Flohmarktartikeln eher selten aus.

Die Gesetzesänderung soll erstmals auf Veräußerungsgeschäfte anzuwenden sein, bei denen die Gegenstände des täglichen Gebrauchs nach Verkündung des Jahressteuergesetzes 2010 angeschafft werden. Da dies frühestens im Sommer 2010 der Fall sein wird, können Privatpersonen ihren aktuellen Bestand und die in Kürze angeschafften Gegenstände noch steuergünstig mit Verlust binnen Jahresfrist verkaufen.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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