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Archiv - Steuertipps 2010

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2010 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Geänderter Abgabeturnus durch die Anpassung an EU-Recht...

Datum: 19.04.2010 | Rubrik: Umsatzsteuer
Nachdem das Gesetz zur Umsetzung steuerrechtlicher EU-Vorgaben sowie zur Änderung steuerlicher Vorschriften bereits Anfang März 2010 den Bundestag passiert und der Bundesrat am 26. März ebenfalls zugestimmt hatte, wird dieses Paket in Kürze im Bundesgesetzblatt veröffentlicht werden und damit in-Kraft-treten. Hierbei gibt es in Bezug auf die Umsatzsteuer eine Reihe von Änderungen, die ab dem 1. Juli 2010 gelten sollen. Das reicht vom Wegfall des Postprivilegs bis hin zur vorzeitigen Besteuerung von Dauerleistungen und dem Anspruch auf Erteilung einer Umsatzsteuer-Identifikationsnummer.

Eine wesentliche Gesetzesänderung bringt Unternehmen neuen Formalismus über verkürzte Meldepflichten, die für grenzüberschreitende Umsätze innerhalb des Gemeinschaftsgebietes greifen. Hier müssen Unternehmen ab Juli 2010 die Zusammenfassende Meldung (ZM) beim Finanzamt früher einreichen. Die Meldung für Lieferungen innerhalb der EU ist nicht mehr wie bisherig alle drei Monate, sondern monatlich abzugeben. Im Gegenzug müssen die Angaben nicht mehr wie derzeit bis zum 10. Tag des Folgemonats der Lieferung, sondern erst bis zum 25. Tag vorgelegt werden. Die ZM für den Juli - erster Monate der neuen Regelung - hat dann also bis spätestens 25. August 2010 zu erfolgen. Nach der alten Regelung war es der 10. Oktober.

Dabei haben Unternehmer eine weitere Besonderheit zu beachten. Derzeit können sie ihre ZM einen Monat später einreichen, wenn sie einen Antrag auf Dauerfristverlängerung für die Abgabe der Umsatzsteuer-Voranmeldung gestellt haben. Dieser Gleichklang entfällt ab Juli. Daher ist es unerlässlich, rechtzeitig noch im ersten Halbjahr 2010 die eigene EDV-Buchhaltung an die neuen Meldepflichten anzupassen.

Immerhin gibt es Erleichterungen. Beträgt die Summe der innergemeinschaftlichen Lieferungen im Vierteljahr nicht mehr als 100.000 Euro, kann die ZM weiterhin quartalsweise abgegeben werden. Ab 2012 sinkt die Schwelle dann auf 50.000 Euro im Quartal.

Diese Änderung betrifft nur Warenversendungen innerhalb der EU. Wer als deutscher Unternehmer hingegen sonstige Dienstleistungen in einem anderen Mitgliedsstaat ausführt, kann weiterhin die vierteljährliche Abgabe nutzen. Das nutzt aber nur wenig, wenn sowohl Warenlieferungen als auch Dienstleistungen grenzüberschreitend getätigt werden. Dann sollten Unternehmer aus vereinfachungsgründen komplett auf die monatliche Abgabe umsteigen.

Die Gesetzesänderung erfolgt auf Basis europarechtlichen Vorgaben zum Zweck der Bekämpfung des Steuerbetrugs bei innergemeinschaftlichen Umsätzen. Hierdurch möchte die Finanzverwaltung zeitnäher als bisher Informationen zu grenzüberschreitenden Umsätzen erhalten. Gleichzeitig erfolgt der Datenaustausch zwischen den EU-Mitgliedstaaten durch die Umstellung auf monatlich statt quartalsweise zeitnäher und verbessert die Kontrolle des innergemeinschaftlichen Handels ebenfalls.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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Fr., 24. November 2017

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