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Archiv - Steuertipps 2010

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2010 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Verschiedene Abgabefristen sind zu beachten...

Datum: 12.01.2010 | Rubrik: Steuererklärung
Viele schieben sie auf die lange Bank, andere haben es besonders eilig mit der Steuererklärung für das abgelaufene Jahr. Grundsätzlich müssen Bürger und Unternehmen ihre Einkommen-, Körperschaft-, Gewerbe- und Umsatzsteuererklärung für 2009 bis zum 31. Mai 2010 bei ihrem Wohnsitz- oder Betriebsstätten-Finanzamt eingereicht haben. Doch diese allgemein bekannte Frist lässt sich leicht verlängern. Das ergibt sich aus einem Schreiben, das von den Finanzministerien der Länder am 4. Januar 2010 offiziell veröffentlicht worden sind (Az. 2009/0855820). Wer seine Erklärungen von Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein erstellen lässt, hat bis Silvester des laufenden Jahres Zeit. In begründeten Einzelfällen wird die Frist sogar bis Ende Februar 2011 verlängert. Aber die Finanzämter können auch vorab auf die Formulareinreichung pochen. Anlass hierfür sind beispielsweise
  • die Erwartung von hohen Nachzahlungen oder wenn es im Vorjahr zu einer hohen Abschlusszahlung gekommen war,
  • Verluste bei Gesellschaften
  • zuvor verspätet oder nicht abgegebene Steuererklärungen,
  • Anpassung der nachträglichen Vorauszahlungen in den Vorjahren aufgrund der Erklärungsabgabe oder
  • mangelnde Arbeitsbelastung der Finanzbeamten.
Allerdings muss die Behörde diese vorzeitige Anforderung mit angemessener Frist anmelden. Eine Besonderheit gilt für die Umsatzsteuer, wenn die Geschäftstätigkeit 2009 eingestellt wurde. Hier ist die Jahreserklärung einen Monat nach Beendigung abzugeben.

Auch wer keine steuerliche Hilfe von Experten in Anspruch nimmt, kann den Termin Ende Mai 2010 verlängern lassen. Auf Antrag gewährt der Fiskus nämlich in der Regel einen Aufschub bis zum 30. September, und dies ohne besondere Begründung. Darüber hinaus müssen Steuerzahler aber schon stichhaltige Argumente für eine terminliche Verlängerung vorbringen, die nur in Ausnahmefällen akzeptiert wird.

Ohne diese Besonderheiten dürfen Arbeitnehmer freiwillig eine Erklärung einreichen, bis zum Eintritt der Verjährung. Sie können eine so genannte Antragsveranlagung durchführen. Das gilt für Arbeitnehmer, von denen das Finanzamt keine Nachzahlung über die Erklärung erwartet. Das ist beispielsweise der Fall, wenn Arbeitnehmer Nebeneinkünfte haben, ein Jobwechsel stattgefunden hat oder auf der Lohnsteuerkarte die Steuerklasse V oder ein Freibetrag vermerkt ist.

Hinweis: Wer die Steuererklärung nicht oder verspätet beim Finanzamt einreicht und auch den Antrag auf Verlängerung der Abgabe versäumt, muss mit einem Verspätungszuschlag rechnen. Dieser ergeht zusammen mit dem Steuerbescheid.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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