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Archiv - Steuertipps 2010

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2010 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Ungünstige Steuerregel bei Geschäften vor 2009...

Datum: 08.03.2010 | Rubrik: Aktien
Ist eine Privatperson zu mindestens einem Prozent an einer Kapitalgesellschaft beteiligt, liegen beim Verkauf der Aktien oder GmbH-Anteile unabhängig von der Haltedauer laut Gesetz grundsätzlich gewerbliche Einkünfte vor. Erfolgt die Veräußerung jedoch binnen Jahresfrist, fällt dies unter die Spekulationsgeschäfte, so der Bundesfinanzhof in einem aktuellen Urteil (Az. IX R 57/08). Denn hier geht eine Spezialregelung dem Grundsatz vor.

Das hat gleich mehrere Nachteile. So lassen sich realisierte Verluste nur begrenzt mit anderen Spekulationsgeschäften oder Gewinnen unter der Abgeltungsteuer verrechnen, nicht hingegen mit anderen Einkünften wie Firmengewinnen, Lohn oder Mieterträgen. Bei einem gewerblichen Minus ist das erlaubt. Bringt der Verkauf einen Gewinn, lässt sich hierauf nicht der Freibetrag von 9.060 Euro verwenden, den es für die gewerblichen Erträge gibt. Auch das Argument, Spekulationsgewinne mit Aktien oder GmbH-Anteile zählen nur zu 50 Prozent, zieht nicht. Denn dieses Halbeinkünfteverfahren gilt auch im gewerblichen Bereich.

Allerdings sind die Auswirkungen des Urteils zeitlich begrenzt. Diese Sonderregelung ist ab 2009 entfallen, das Verkäufe von Gesellschaftsanteilen nicht mehr als Spekulationsgeschäft gelten. Sofern eine Privatperson zu mindestens einem Prozent an GmbH oder AG beteiligt sind, fällt der Verkauf immer unter die gewerblichen Einkünfte des Paragraf 17 Einkommensteuergesetz und nicht unter die neuen Vorschriften der Abgeltungsteuer. Das hat zwei Folgen:
  1. Gewinne bleiben Gewinne zu 40 Prozent steuerfrei und der Rest unterliegt der individuellen Einkommensteuerprogression-
  2. Verluste lassen sich zu 60 Prozent mit dem übrigen Einkommen des Aktionärs oder GmbH-Gesellschafters verrechnen, sogar jahresübergreifend.
Der Veräußerungsgewinn wird jedoch nur dann zur Besteuerung herangezogen, wenn er mehr als 9.060 Euro beträgt. Liegt der Veräußerungsgewinn über 36.100 Euro, so ermäßigt sich dieser Freibetrag um den Betrag, um den der Veräußerungsgewinn 36.100 Euro übersteigt. Ob und in welcher Höhe ein Freibetrag abgezogen werden kann, bestimmt sich nach dem Verhältnis des Nennwerts der veräußerten Anteile zum Nennkapital der Kapitalgesellschaft.

Sofern die Beteiligung unter einem Prozent bleibt, unterliegen Gewinne aus dem Verkauf der Anteile unabhängig von Haltefristen der Abgeltungsteuer mit pauschal 25 Prozent. Verluste mit Aktien können dabei - im Gegensatz zu allen anderen Wertpapierarten und somit auch GmbH-Anteilen - unabhängig von Haltefristen unter der Abgeltungsteuer nur mit Gewinnen aus Aktien und nicht den übrigen Kapitaleinnahmen verrechnet werden.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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