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Archiv - Steuertipps 2010

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2010 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Sonderregelung in der Baubranche...

Datum: 29.11.2010 | Rubrik: Umsatzsteuer
Durch die Umkehr der Schuldnerschaft bei der Umsatzsteuer will der Fiskus Steuerausfälle in Risikobranchen verhindern. Diese entstehen dadurch, dass der Leistungsempfänger die in Rechnung gestellte Umsatzsteuer sofort wieder beim Finanzamt als Vorsteuer absetzt, während die Umsätze vom leistenden Unternehmer nicht vollständig im Besteuerungsverfahren erfasst werden. Daher kommt es beispielsweise in der Baubranche zur Umkehr der Schuldnerschaft, dem so genannten Reverse-Charge-Verfahren.

Hierbei erhält der ausführende Unternehmer die Umsatzsteuer überhaupt nicht mehr von seinem Kunden, weil der Leistungsempfänger die in der Rechnung ausgewiesene Umsatzsteuer sofort ans Finanzamt überweisen muss. Im Ergebnis wird dem leistenden Unternehmer nur den Nettobetrag überwiesen und es fließt überhaupt keine Umsatzsteuer ans Finanzamt, weil der Leistungsempfänger den Betrag gleichzeitig wieder als Vorsteuer abziehen kann. Daher tritt der Fiskus auch nicht mehr bei der Vorsteuer in Vorkasse und vermeidet Steuerausfälle, weil er die Umsatzsteuer auf der anderen Seite nicht einzufordern braucht.

Betroffen sind grundsätzlich Werklieferungen und sonstigen Leistungen, die der Herstellung, Instandsetzung, Instandhaltung, Änderung oder Beseitigung von Bauwerken dienen. Nach Ansicht der Finanzverwaltung kommt diese Sonderregelung allerdings nicht zum Tragen, wenn der Leistungsempfänger nicht nachhaltig selbst Bauleistungen erbringt. Dieser Ausschlussgrund greift, wenn diese Bauleistungen höchstens 10 Prozent der Summe seiner Gesamtumsätze ausmacht - bezogen auf den Anteil der Vorjahresumsätze.

Dem widerspricht jetzt das Finanzgericht Münster in einem aktuellen Urteil (Az. 5 K 3000/08 U). Hiernach setzt die Zahlungspflicht von Umsatzsteuer durch einen Leistungsempfänger im Reverse-Charge-Verfahren keine nachhaltige Erbringung von Bauleistungen voraus. Es genügt insoweit eine nur gelegentliche Erbringung von Bauleistungen von weniger als zehn Prozent. Dies entspricht nach Auffassung der Richter dem Willen des Gesetzgebers, durch die Umkehr der Steuerschuldnerschaft bei Bauleistungen Umsatzsteuerausfälle zu vermeiden.

Hiervon betroffene Unternehmen sollten beachten, dass die Umkehr der Steuerschuldnerschaft in der Baubranche auch für Leistungen im Privatbereich greift. Lässt also beispielsweise ein Bauunternehmer nicht nur Arbeiten am Betriebsgelände, sondern auch an seinem privaten Einfamilienhaus vornehmen, darf er die in Rechnung gestellte Umsatzsteuer insgesamt nicht an den Aussteller bezahlen. Dabei spielt keine Rolle, dass er die auf das Eigenheim entfallende Umsatzsteuer ohnehin nicht als Vorsteuer absetzen kann.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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