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Archiv - Steuertipps 2010

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2010 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Alternative Behandlungsmethode zählt nur mit Attest...

Datum: 29.09.2010 | Rubrik: Außergewöhnliche Belastung
Krankheitskosten sind grundsätzlich als außergewöhnliche Belastungen absetzbar, wenn sie ihrer Art nach unmittelbar und eindeutig der Heilung oder Linderung einer bestimmten Krankheit dienen. Bei darüber hinaus gehenden Maßnahmen und Therapien lässt sich die medizinische Indikation von Finanzbeamten als Laien auf diesem Gebiet nur sehr schwer beurteilen. Vor diesem Hintergrund wird nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs grundsätzlich ein vor der Maßnahme ausgestelltes amtsärztliches Attest verlangt. Hieraus muss sich die medizinische Notwendigkeit der betreffenden Maßnahme klar ergeben. Nicht ausreichend ist eine lediglich vom behandelnden Arzt ausgesprochene Empfehlung oder ein Attest des Amtsarztes nach erfolgter Behandlung.

Insbesondere bei nicht von der Krankenkasse übernommenem Aufwand ist die Abgrenzung zwischen echten Krankheitskosten (= abziehbar als außergewöhnliche Belastung) und den Aufwendungen zur Erhaltung der Gesundheit und der Arbeitskraft (= nicht abzugsfähigen Kosten der Lebensführung) ohne das verlangte Gutachten kaum möglich. Aus dem Inhalt des vorab auszustellenden amtsärztlichen Attestes sollte sich ergeben, welche Erkrankung vorliegt und welche medizinischen Behandlungen aus welchem Grund erforderlich sind.

Diese Grundsätze überträgt das Finanzgericht Münster jetzt auf die Kosten für alternative Heilbehandlungsmethoden (Az. 10 K 1655/09 E). Auch diese lassen sich nur dann als außergewöhnliche Belastung von der Einkommensteuer absetzen, wenn dem Finanzamt ein im Voraus erstelltes Gutachten von Amts- oder Vertrauensarzt vorgelegt wird, aus dem sich ergibt, dass die entsprechende Behandlungsmethode medizinisch notwendig ist.

Das dient der Abgrenzung, ob es sich nicht lediglich um Aufwendungen für vorbeugende, der Gesundheit ganz allgemein dienende Maßnahmen handelt, die zu den nicht abziehbaren Kosten der allgemeinen Lebensführung zählen. Gerade bei umstrittenen wissenschaftlichen Behandlungsmethoden ist ein vorab ausgestelltes Gutachten notwendig. Denn nur hieraus lässt sich eindeutig erkennen, ob die Kosten den steuerlich zu berücksichtigenden Heilbehandlungen oder aber den nicht abzugsfähigen Gesundheitsförderungsmaßnahmen zuzuordnen sind. Anhand des vorgelegten Nachweises können Finanzbeamte zudem prüfen, ob der geplanten Behandlung überhaupt eine Krankheit zugrunde gelegen hat oder ob die alternative Heilmethode lediglich der Steigerung des allgemeinen körperlichen Wohlbefindens gedient hat.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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