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Archiv - Steuertipps 2010

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2010 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Steuerpflicht beim Empfänger auch ohne Sonderausgabenabzug...

Datum: 13.09.2010 | Rubrik: Unterhaltszahlung
Werden Unterhaltszahlungen an den geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Ehepartner gezahlt, so können diese bis zu einer Höhe von 13.805 Euro als Sonderausgaben im Rahmen des Realsplittings geltend gemacht werden. Hinzu kommen die vom Unterhaltsverpflichteten tatsächlich geleisteten Beträge für die Kranken- und Pflegepflichtversicherung des Berechtigten. Die werden im Rahmen des Realsplittings berücksichtigt, soweit sie für die Erlangung eines sozialhilfegleichen Versorgungsniveaus erforderlich sind. Hierzu wurde der Höchstbeträge von 13.805 ab 2010 angepasst. Er steigt um denjenigen Betrag, der tatsächlich für eine entsprechende Absicherung des geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Ehegatten aufgewandt wird.

Dieses korrespondierende Verfahren - Sonderausgabenabzug beim Zahlenden, Steuerpflicht beim Empfänger - erfolgt aber nur, wenn beide Partner dem über die Anlage U zustimmen. Das ist meist sinnvoll, weil es in der Regel zu einer Minderung der Steuerlast kommt. Denn der Leistende verfügt meist über höhere Einkünfte. Dabei ist der Geber grundsätzlich verpflichtet, dem Empfänger die aus der Versteuerung der Unterhaltsleistungen entstehenden steuerlichen Belastungen zu ersetzen, um so den Nettounterhalt zu gewährleisten. Der Betrag, um den der Sonderausgabenabzug seine Einkommensteuer mindert, ist regelmäßig höher als die Steuer, die er dem Empfänger ersetzen muss.

Der Empfänger muss aber auch dann Steuern zahlen, wenn der Sonderausgabenabzug beim Leistenden verpufft. Das kommt vor, wenn sein Gesamtbetrag der Einkünfte unter dem Grundfreibetrag liegt und die Einkommensteuer Null beträgt. Nach dem Urteil des Bundesfinanzhofs erfolgt nämlich die Versteuerung der Unterhaltszahlungen unabhängig von der Auswirkung des Sonderausgabenabzugs beim Geber (Az. X R 49/07).

Nach dem Einkommensteuergesetz ist für den Ansatz der Unterhaltsleistung als sonstige Einkünfte lediglich Voraussetzung, dass die Leistungen vom Geber abgezogen werden können. Die Steuerpflicht beim Empfänger hängt also nicht davon ab, ob und inwieweit der Sonderausgabenabzug tatsächlich zu einer Minderung geführt hat.

Geschiedene oder dauernd getrennt lebende Ehepartner sollten sich vorab genau überlegen, ob sie den Antrag auf Realsplitting für ein Jahr stellen. Denn das Finanzamt prüft nicht, ob die getroffene Wahl tatsächlich steuerlich günstiger ist. Vielmehr sind die Beamten verpflichtet, die Festsetzung entsprechend dem Antrag vorzunehmen. Stellt sich später nach Erhalt des Steuerbescheides heraus, dass sich der Unterhalt steuerlich nicht oder nur gering mindernd auswirkt, sind die Rücknahme des Antrags und damit die Änderung der Wahl nicht mehr erlaubt.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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Di., 21. November 2017

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