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Archiv - Steuertipps 2010

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2010 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Nachvollziehbarer Anlass reicht für den Steuerabzug...

Datum: 16.07.2010 | Rubrik: Bewirtungskosten
Bewirtungskosten lassen sich nicht immer voll als Betriebsausgabe absetzen und die Vorsteuer kann dann ebenfalls nicht geltend gemacht werden. Das gilt, wenn Aufzeichnungspflichten missachtet werden und die Aufwendungen für Speisen, Getränke, Genussmittel und Nebenkosten bei der Bewirtung von Personen aus geschäftlichem Anlass nicht ordnungsgemäß dokumentiert sind. Werden die Nachweise über Bewirtungskosten lückenhaft oder nicht separat von den übrigen Ausgaben gebucht, entfällt der volle Abzug selbst dann, wenn die Mahlzeit eindeutig einen geschäftlichen Hintergrund hatte. Insoweit ist es besonders wichtig, die Formalien genau einzuhalten.

Ein EDV-Berater hatte den Zweck der Bewirtung mit „Planungsgespräch EDV-Anlage”, „PC-Beratung” oder „Kundengespräch” bezeichnet. Dies hielt das Finanzgericht München in einem aktuell veröffentlichten Urteil (Az. 14 K 4676/06) für ausreichend, weil es für einen selbständigen EDV-Berater nicht ungewöhnlich ist, eine relativ hohe Anzahl von Beratungs- und Kooperationsgespräche zu Aquisezwecken durchzuführen und die möglichen Geschäftskunden in diesem Zusammenhang zu bewirten. Auch wenn er den konkreten Anlass der Bewirtung auf den Belegen nur sehr allgemein umschrieben hat, ist der Bezug zu seiner unternehmerischen Tätigkeit gegeben. Zu versagen wären die geltend gemachten Vorsteuerbeträge jedoch, soweit weder der Bewirtungsanlass noch die bewirteten Personen benannt werden.

Nicht negativ legten die Richter zudem aus, dass der EDV-Berater Berufsstarter war und erst wenige Kunden hatte. Selbst dann kann er die Vorsteuer aus der Bewirtung von möglichen späteren Geschäftspartnern absetzen. Ausreichend ist ein Zusammenhang mit einer geplanten unternehmerischen Tätigkeit anhand objektiver Anhaltspunkte, auch wenn mit den bewirteten Personen keine Umsätze erwirtschaftet werden. Es entsteht nämlich das Recht zum Vorsteuerabzug, wenn ein direkter und unmittelbarer Zusammenhang der bezogenen Ware oder Dienstleistung mit den getätigten oder geplanten Umsätzen besteht.

Hat der Unternehmer im Zeitpunkt des Leistungsbezugs noch keine nennenswerten Umsätze ausgeführt, ist auf die beabsichtigten Aktivitäten abzustellen. Er braucht dabei nicht die Aufnahme des tatsächlichen Betriebs seines Unternehmens abzuwarten, sondern kann den sofortigen Vorsteuerabzug aus den ersten Investitionsausgaben tätigen, wenn dies durch objektive Anhaltspunkte belegt ist. Maßgebend für die Überprüfung der Verwendungsabsicht ist der jeweilige Zeitpunkt des Leistungsbezugs, zu dem das Recht auf Vorsteuerabzug entsteht. Dies hatte der Bundesfinanzhof bereits in einem Grundsatzurteil aus dem Jahre 2001 klargestellt (Az. V R 24/98).
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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