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Archiv - Steuertipps 2010

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2010 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Abzug als außergewöhnliche Belastung...

Datum: 06.07.2010 | Rubrik: Behindertengerechte Pkw-Umrüstung
Die aufgrund der behindertengerechte Umrüstung eines Pkw entstandenen Aufwendungen lassen sich ab sofort grundsätzlich im Jahr der Zahlung in voller Höhe neben den Fahrtkosten als außergewöhnliche Belastungen bei der Einkommensteuer abziehen. Darauf weist das Bayerische Landesamt für Steuern in einer aktuellen Verfügung hin (Az. S 2284.1.1-2/6 St32). Diese Kosten sind auch nicht durch den Behinderten-Pauschbetrag abgegolten.

Damit macht die Finanzverwaltung eine Kehrtwende. Nach der bisher bundeseinheitlich vertretenen Auffassung gehörten die Aufwendungen für die behindertengerechte Umrüstung zu den Anschaffungskosten des Pkw. Sie konnten im Wege der Verteilung auf die Nutzungsdauer des Wagens verteilt neben den Fahrkosten als außergewöhnliche Belastungen berücksichtigt werden. Da bei Neufahrzeugen generell von einer sechsjährigen Nutzungsdauer ausgegangen wird, wirkten sich die Kosten jährlich nur mit 16,6 Prozent aus.

Hintergrund für die Meinungsänderung ist ein Urteil des Bundesfinanzhofs aus dem Oktober 2009 (Az. III R 97/06). Hiernach sind die behinderungsbedingten Umbaumaßnahmen an einem Einfamilienhaus abzugsfähig, obwohl durch den Umbau ein Gegenwert entsteht. Denn sofern die Maßnahmen aufgrund einer Zwangslage dringend benötigt und unausweichlich sind, ergibt sich aus der Situation heraus eine Zwangsläufigkeit und der erhaltene Gegenwert tritt in den Hintergrund. Das gilt beispielsweise für den Treppenlift eines Querschnittsgelähmten, den Bau einer Rollstuhlrampe, die Einrichtung eines behindertengerechten Bades oder die Umwandlung ebenerdiger Zimmer in einen Schlafraum, soweit die Kosten nicht von der Krankenkasse bezuschusst werden. Solche behinderungsbedingten Umbauaufwendungen stehen so stark unter dem Gebot der sich aus der Situation ergebenden Zwangsläufigkeit, dass eine nicht auf der Behinderung beruhende Motivation ohne weiteres auszuschließen ist.

Dieser Tenor wird nun vom Haus auf den Pkw übertragen. Allerdings kommt alternativ auch eine Verteilung der Umbaukosten auf mehrere Jahre auf Antrag des Behinderten in Betracht, wenn ein zu geringer Gesamtbetrag der Einkünfte dem vollen Abzug der Aufwendungen in einem Jahr entgegensteht. Das setzt das Finanzamt dann im Weg einer abweichenden Festsetzung von Steuern aus Billigkeitsgründen um.

Sofern in Einzelfällen entsprechende Umrüstungskosten aufgrund der bisherigen und nunmehr überholten Verwaltungsauffassung auf die voraussichtliche Nutzungsdauer eines Pkw verteilt und dementsprechend im Jahr der Zahlung nur anteilig als außergewöhnliche Belastung berücksichtigt worden sind, wird aus Vertrauensschutzgründen für die übrigen Jahre der Restnutzungsdauer mit Zustimmung des Steuerzahlers weiterhin so verfahren.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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