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Archiv - Steuertipps 2010

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2010 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Finanzamt unterstellt Privatfahrten...

Datum: 20.01.2010 | Rubrik: Fuhrpark
Es widerspricht generell der allgemeinen Lebenserfahrung, dass ein Selbstständiger sämtliche privaten Besorgungen zu Fuß, mit dem Fahrrad oder anderen Verkehrsmitteln getätigt haben soll, wenn weder ihm noch seiner Ehefrau ein anderes Fahrzeug als der betriebliche Pkw zur Verfügung gestanden hat. Mit dieser Entscheidung erlaubt das Finanzgericht München, dass der Gewinn eines Unternehmers um einen privaten Nutzungsanteil erhöht wird, wenn in der dem Finanzamt eingereichten Bilanz ohne Angaben von Gründen kein Gewinnzuschlag für die Freizeitfahrten berücksichtigt worden ist (Az. 6 V 307/09).

Nach Ansicht der Richter sprechen nämlich grundsätzlich die Lebenserfahrung und der erste Anschein für eine auch private Nutzung eines betrieblich angeschafften Pkws, sofern dies nicht durch einen konkreten Gegenbeweis entkräftet oder erschüttert wird. Ansonsten Haben Unternehmer, Freiberufler, Landwirte oder Beteiligte an einer Personengesellschaft einen Gewinnaufschlag vorzunehmen. Dabei dürfen sie ihre Privatfahrten nur dann pauschal beim Finanzamt mit monatlich einem Prozent vom Listenpreis des Wagens abrechnen, wenn sie ihn mehr als 50 Prozent für berufliche Zwecke verwenden. Ansonsten müssen sie sich die lästige Arbeit machen, ein Fahrtenbuch zu führen.

Selbstständige dürfen den Listenpreis also nur ansetzen, wenn sie ein Fahrzeug maximal zu 49,9 Prozent für Freizeittouren nutzen. Hierzu müssen sie dem Finanzamt die überwiegend betriebliche Verwendung nachweisen, indem sie beispielsweise über drei repräsentative Monate hinweg über Eintragungen in Terminkalendern, Abrechnungen gefahrener Kilometer gegenüber Kunden, Reisekostenaufstellungen sowie anderen Abrechnungsunterlagen darlegen, dass die 50-Prozent-Schwelle der betrieblichen Nutzung nicht unterschritten wird.

Diese Mühe über ein Quartal hinweg lohnt sich dann sogar auf Dauer, weil der hierüber einmal errechnete betriebliche Anteil auch für die Folgejahre weiterhin vom Fiskus unterstellt wird. Das ändert sich erst, wenn sich wesentliche Veränderungen ergeben, etwa nach einem Fahrzeugwechsel oder wenn der selbstständige seinen Fuhrpark vergrößert oder abbaut. War die Betriebsprüfung vor Ort und hat sich mit der Firma auf einen Privatanteil gütlich geeinigt, darf dieser automatisch auch für vergangene und künftige Jahre angesetzt werden. Da hier der Nachweis über drei Monate nicht mehr nötig ist, lohnt ein geschicktes Verhandeln mit dem Außenprüfer. Ausreichend ist bereits eine Vereinbarung auf 51 Prozent Betriebsfahrten. Denn der hierüber erreichte Listenpreis bringt immer dasselbe Ergebnis, ob der Unternehmer 15 oder 49 Prozent privat fährt.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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