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Archiv - Steuertipps 2010

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2010 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Berücksichtigung von Steuererstattungen und -nachzahlungen...

Datum: 24.06.2010 | Rubrik: Erbschaftsteuer
Nach dem Erbschaftsteuergesetz lassen sich vom steuerpflichtigen Wert des erhaltenen Vermögens vom Erblasser herrührenden Schulden als Nachlassverbindlichkeiten abziehen. Denn das Finanzamt erfasst nur den Nettoerwerb, also die positive Differenz aus den Besitztümern abzüglich der noch offenen Rechnungen des Verstorbenen. Eine Ausnahme gibt es jedoch für Verbindlichkeiten, die zu einem Gewerbebetrieb gehören. Denn diese Schuldposten sind bereits mindernd in der Bilanz berücksichtigt und dürfen nicht noch einmal angezogen werden.

Das Finanzministerium Baden-Württemberg weist jetzt in einem aktuellen Erlass darauf hin, inwieweit Einkommensteuererstattungsansprüche und -schulden bis zum Todeszeitpunkt des Erblassers noch berücksichtigt werden können (Az. 3 - 3810 / 28). Hierbei ist zwischen vier verschiedene Konstellationen zu unterscheiden:
  1. Steuererstattungsansprüche für Jahre vor dem Todeszeitpunkt des Erblassers: Sie sind mit Ablauf des jeweiligen Kalenderjahrs entstanden und gehören damit zum steuerpflichtigen Erwerb. Dabei ist es unerheblich, ob bereits eine Festsetzung in einem Steuerbescheid bis zum Todeszeitpunkt erfolgt war. Die Überzahlungen, die zu den Steuererstattungsansprüchen geführt haben, muss aber noch der Erblasser geleistet haben.

  2. Steuererstattungsansprüche für das Jahr, in den der Todeszeitpunkt fällt: Sie entstehen erst mit Ablauf des Kalenderjahrs und gehören daher nicht mehr zum steuerpflichtigen Erwerb.

  3. Steuerschulden für Jahre, die vor dem Todeszeitpunkt des Erblassers endeten: Sie sind mit Ablauf des jeweiligen Kalenderjahrs entstanden und sind daher unabhängig davon, ob sie am Todeszeitpunkt des Erblassers bereits festgesetzt waren oder nicht, als Nachlassverbindlichkeiten abzugsfähig.

  4. Steuerschulden für das Jahr, in den der Todeszeitpunkt des Erblassers fällt: Sie entstehen erst mit Ablauf des Kalenderjahrs und sind daher nicht mehr als Nachlassverbindlichkeit abzugsfähig, da der Abzug einer vom Erblasser herrührenden Schuld deren rechtliches Bestehen im Besteuerungszeitpunkt voraussetzt.
Hinweis: Grundsätzlich als sonstige Verbindlichkeiten absetzbar sind die Kosten der Bestattung des Erblassers, für ein angemessenes Grabdenkmal, für die übliche Grabpflege sowie der Aufwand, der dem Erwerber unmittelbar im Zusammenhang mit der Abwicklung, Regelung oder Verteilung des Nachlasses. Das sind zum Beispiel Gebühren für Testamentseröffnung, Erbscheinerteilung, Grundbuchumschreibung. Das Belegsammeln kann aber entfallen, wenn die Summe sämtlicher Aufwendungen maximal 10.300 Euro ausmacht. Denn insoweit kann ohne Nachweis ein Pauschbetrag abgezogen werden. Kosten für die Verwaltung des Nachlasses, Kosten für Sachverständige, Gerichts- und Notar- und Rechtsanwaltsgebühren wegen Erbstreitigkeiten sowie die Erbschaftsteuer selber sind hingegen nicht abzugsfähig.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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