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Archiv - Steuertipps 2010

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2010 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Kein Abzug bei der Berufsausbildung...

Datum: 11.06.2010 | Rubrik: Werbungskosten
Die im Rahmen einer erstmaligen Berufsausbildung entstandenen Kosten sind nicht als vorab entstandene Werbungskosten, sondern nur als begrenzt abzugsfähige Sonderausgaben abziehbar. Diese im Jahre 2004 eingeführte einschränkende gesetzliche Regelung ist nach dem Urteil des Finanzgerichts Baden-Württemberg nicht verfassungswidrig und verstößt weder gegen das objektive Nettoprinzip noch gegen das Rückwirkungsverbot, sondern trägt der geänderten Lebenswirklichkeit Rechnung, dass Berufsanfänger heute anders als vor 20 Jahren nicht mehr davon ausgehen können, den einmal erlernten Beruf ein ganzes Berufsleben lang ausüben zu können (Az. 11 K 4253/08) Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig, weil der Azubi hiergegen Revision unter Az. VI R 5/10 beim Bundesfinanzhof eingelegt hat.

Ein Beruf wird üblicherweise zur Erzielung von Einkünften ausgeübt. Und Aufwendungen, die getätigt werden, um Einkünfte zu erzielen, sind Werbungskosten oder Betriebsausgaben. Wenn der Gesetzgeber für Kosten der erstmaligen Berufsausbildung den Abzug ausschließt, dann schränkt er damit nicht die Definition des Begriffs ein, sondern begründet für Werbungskosten und Betriebsausgaben eine Ausnahme von dem Grundsatz, dass diese als Abzugsposten zu berücksichtigen sind.

Der Gesetzgeber war aus verfassungsrechtlichen Gründen nicht daran gehindert, die Kosten der erstmaligen Berufsausbildung pauschalierend den steuerrechtlich nicht abzugsfähigen Kosten der allgemeinen Lebensführung zuzuordnen. Die Vorschrift hat zwar zur Folge, dass Aufwendungen, die der Erlangung von Fähigkeiten und Kenntnissen zur Ausübung eines bestimmten Berufs dienen, betragsmäßig eingeschränkt nur als Sonderausgaben abgezogen werden können. Für diese Ungleichbehandlung im Vergleich zu anderen durch die Berufsausübung veranlassten Kosten lassen sich sachliche Gründe anführen. Eine erstmalige Berufsausbildung schließt sich in der Regel unmittelbar an die eine Allgemeinbildung vermittelnde Schulausbildung an und bereitet den Übergang ins Erwerbsleben vor. Anders als die Aufwendungen für Weiterbildung im erlernten und ausgeübten Beruf sind die Kosten der erstmaligen Berufsausbildung deshalb ungeachtet ihres unbestreitbaren beruflichen Bezugs betragsmäßig deshalb nur begrenzt abzugsfähige Sonderausgaben.

Der der Werbungskostenabzug gelingt hingegen, wenn der erstmaligen Berufsausbildung oder dem Erststudium eine abgeschlossene Berufsausbildung vorausgegangen ist. Das gilt beispielsweise bei Personen, die erstmalig ein Studium berufsbegleitend oder in sonstiger Weise als Zweitausbildung absolvierten. Wer so studiert oder sich weiterbildet, macht Kosten ohne Einnahmen geltend, über die Einkommensteuererklärung per Antrag auf Feststellung vortragsfähiger Verluste. Dann bleiben die über Jahre angesammelten Minusbeträge mit künftigen Einkünften verrechenbar. Bildet sich ein Arbeitnehmer für eine künftige freiberufliche Tätigkeit weiter, so sind die Aufwendungen ebenfalls absetzbar, als vorweggenommene Betriebsausgaben. Dies gilt etwa für einen angestellten Betriebswirt, der Immobilien- und Finanzmakler werden möchte.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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