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Archiv - Steuertipps 2009

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2009 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Entsprechen sie nicht dem häuslichen Arbeitszimmers, sind Aufwendungen unbeschränkt abziehbar...

Datum: 22.05.2009 | Rubrik: Beruflich genutzte Räume
Räumlichkeiten, die ihrer Ausstattung und Funktion nach nicht einem Büro entsprechen, sind auch dann nicht dem Typus des häuslichen Arbeitszimmers zuzuordnen, wenn sie ihrer Lage nach mit dem Wohnraum des Steuerpflichtigen verbunden und so in dessen häusliche Sphäre eingebunden sind. Nutzt ein Arbeitnehmer solche Räume zu beruflichen Zwecken, sind die durch die berufliche Nutzung veranlassten Aufwendungen grundsätzlich unbeschränkt als Werbungskosten gemäß § 9 Abs. 1 Satz 1 Einkommensteuergesetz (EStG) abziehbar. Dies geht aus einem Urteil des Bundesfinanzhofes (BFH) hervor. Der Kläger, ein Diplom-Ingenieur, nutzte im Streitjahr 2003 eigenen Angaben zufolge eine im Erdgeschoss seines Zweifamilienhauses gelegene, 70 Quadratmeter große Wohnung ausschließlich für berufliche Zwecke. Das Finanzgericht kam zu dem Ergebnis, dass nur zwei Räume ihrer Ausstattung und Funktion nach einem Büro entsprächen. Die übrigen Räume seien nicht büromäßig ausgestattet. Allein deshalb scheide ein Werbungskostenabzug aus.

Der BFH folgte dieser Ansicht nicht und hob die Vorentscheidung auf. Nach § 9 Abs. 5 in Verbindung mit § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6b EStG könne ein Arbeitnehmer Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer grundsätzlich nicht als Werbungskosten abziehen. Ein uneingeschränkter Abzug sei nach Satz 3 der Vorschrift in der - hier anzuwendenden - bis 2006 geltenden Fassung nur zulässig, wenn das Arbeitszimmer der Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung bildet. Unter einem häuslichen Arbeitszimmer sei das häusliche Büro zu verstehen, also ein Arbeitsraum, der seiner Lage, Funktion und Ausstattung nach in die häusliche Sphäre eingebunden und vorwiegend der Erledigung gedanklicher, schriftlicher und verwaltungstechnischer Arbeiten diene. Begehre der Arbeitnehmer den Werbungskostenabzug für mehrere in seine häusliche Sphäre eingebundene Räume, sei die Qualifizierung als häusliches Arbeitszimmer für jeden Raum gesondert vorzunehmen, so der BFH. Etwas anderes komme nur in Betracht, wenn die Räume eine funktionale Einheit bildeten.

Seien die Räumlichkeiten nicht als häusliches Arbeitszimmer zu bewerten, könnten die Aufwendungen grundsätzlich unbeschränkt als Werbungskosten abgezogen werden. Nach allgemeinen Grundsätzen sei aber zusätzlich erforderlich, dass die betreffenden Räumlichkeiten nahezu ausschließlich beruflich genutzt würden, so der BFH abschließend.

Bundesfinanzhof, Urteil vom 26.03.2009, VI R 15/07
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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