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Archiv - Steuertipps 2009

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2009 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Keine willkürliche Umbuchung von privat in betrieblich...

Datum: 19.05.2009 | Rubrik: Schuldzinsen
Allein die buchmäßige Übernahme eines Darlehens, das zum Erwerb einer vermieteten Immobilie verwendet worden ist, in den Gewerbebetrieb bewirkt noch keine Umwidmung des Kredits. So lautet der Tenor eines Urteils vom Finanzgericht Münster in Bezug auf einen Unternehmer, der die Schuldzinsen als Betriebsausgaben absetzen wollte (Az. 1 K 4908/04 E, G,). Wird zum Erwerb einer Mietimmobilie ein Darlehen aufgenommen, können die Schuldzinsen nur als Werbungskosten und nicht etwa über die Bilanz abgesetzt werden. Denn es ist nicht erlaubt, den aktuellen Darlehenssaldo anschließend einfach in der betrieblichen Bilanz des Hauseigentümers auszuweisen, um hierüber Gewerbesteuer zu sparen.

Denn allein die buchmäßige Übernahme eines Darlehens, das zum Erwerb einer vermieteten Immobilie verwendet wurde, bewirkt noch längst keine Umwidmung der Verbindlichkeit, solange die bisherige Vermietungstätigkeit nicht eingestellt worden ist, so die Richter. Schuldzinsen können nur dann als Betriebsausgaben Gewinn mindernd abgesetzt werden, wenn sie für einen aufgenommenen Kredit gezahlt werden, der durch das Unternehmen veranlasst ist. Dabei ist auf den Zweck unmittelbar bei der Kreditaufnahme abzustellen. Werden die Mittel für den Hausbau oder -kauf benötigt, fehlt erst einmal der betriebliche Zusammenhang.

Zwar kann es später noch zu einer hiervon abweichenden Zuordnung kommen, wenn beispielsweise die private Immobilie veräußert und mit dem Verkaufserlöses der betriebliche Fuhrpark erneuert wird. Dann können die angefallenen Zinsen bei der neuen Investition berücksichtigt werden, weil das Darlehen bei einer anderen Einkunftsart fortgeführt wird. Das gelingt aber nur, wenn die vorherige Einkunftsart eindeutig beendet worden ist. Nicht ausreichend hierfür ist eine bloße Willensentscheidung des Steuerzahlers. Denn hierdurch wird der einmal entstandene wirtschaftliche Zusammenhang nicht geändert. Daher zählen die Schuldzinsen weiterhin als Werbungskosten bei den Mieteinkünften, meinten die Richter und gaben dem Finanzamt Recht.

Unternehmer können dies nicht einfach dadurch umgehen, indem sie den Schuldsaldo in der Bilanz als Verbindlichkeit ausweisen. Spätestens der Betriebsprüfung wird das auffallen, dann wird der fehlerhafte Jahresabschluss wieder korrigiert und es bleibt beim Werbungskostenabzug.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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