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Archiv - Steuertipps 2009

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2009 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Steuerpflichtige Reise als Belohnung...

Datum: 18.05.2009 | Rubrik: Geldwerter Vorteil
Steuerpflichtig ist grundsätzlich jeder geldwerte Vorteil, der durch das individuelle Dienstverhältnis veranlasst und im weitesten Sinne als Gegenleistung für die Arbeitsleistung anzusehen ist. Nach dieser Voraussetzung ordnet das Finanzgericht Niedersachsen eine vom Arbeitgeber bezahlte Erholungsreise als Arbeitslohn ein (Az. 4 K 12244/05).

Im Urteilsfall hatte ein Unternehmen aus der Automobilbranche Verkaufsberatern als Gewinn eine Reise in Aussicht gestellt, wenn sie bestimmte Umsatzziele erreichten. Dann durften sie nach Wahl auch noch einen Partner mit auf die Ausflüge nach Griechenland, Cannes, Mexico, Alaska oder New York mitnehmen. Der Betrieb bezahlte seinen erfolgreichen Mitarbeitern nicht nur Unterkunft, Verpflegung und die vor Ort angebotenen Veranstaltungen, sondern auch noch ein Taschengeld. Hierauf fällt Lohnsteuer an. Sofern der begünstigte Arbeitnehmer auch noch eine Begleitperson mitnahm, wird ihm dieser der geldwerte Vorteil auch als steuerpflichtige Zuwendung hinzugerechnet, so die Richter aus Hannover.

Ohne Lohnsteuer kommen solche Reisen nur davon, wenn die Teilnahme im überwiegend eigen betrieblichen Interesse des Arbeitgebers erfolgt. Klassische Beispiele sind hier Schulungsveranstaltungen oder Fachtagungen außerhalb des Betriebes. Für eine reine Vergnügungs- und Erholungsreise als touristisches Ereignis ohne fachlichen Bezug zur beruflichen Tätigkeit kommt diese Ausnahmeregelung allerdings nicht zum Zuge.

Diese Ausnahmeregelung wollte ein Betrieb in einem jetzt entschiedenen Urteilsfall geltend machen. Der Arbeitgeber lobt zwar mit der Reise die Mitarbeiter und möchte zu Höchstleistungen anzuspornen um damit seinen Umsatz und Gewinn zu steigern. Dennoch handelt es sich weiterhin um einen steuerpflichtigen geldwerten Vorteil aus dem individuellen Dienstverhältnis, der als Gegenleistung der für die Arbeitsleistung der erfolgreichen Verkaufsberater anzusehen ist. Da jeder Art von Lohnzahlung in der Regel eine betriebliche Veranlassung zugrunde liegt, kann aus der Reiseauslobung als Verkaufsmotivation noch kein ganz überwiegendes eigenbetriebliches Interesse gefolgert werden kann, so das Gericht.

Die gleiche Sichtweise gilt für die Begleitpersonen. Deren Teilnahme beruht ausschließlich auf dem Umstand, dass die Gewinner nach der Vorgabe des Arbeitgebers kostenlos jemanden mitnehmen durften. Dies ist als Zuwendung einer weiteren Reise an den jeweiligen Verkaufsberater zu qualifizieren. Als Arbeitslohn sind dabei die Kosten anzusetzen, die der Arbeitgeber für die Reise aufgewendet hat.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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