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Archiv - Steuertipps 2009

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2009 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Keine außergewöhnliche Belastung bei Unterversicherung...

Datum: 07.04.2009 | Rubrik: Raubüberfall
Wird jemand überfallen und ausgeraubt, kann dies steuerlich in der Regel geltend gemacht werden. Denn der Verlust von Wertgegenständen durch räuberische Erpressung oder Diebstahl führt grundsätzlich erst einmal zu einer außergewöhnlichen Belastung. Gleiches gilt, wenn der Täter jemandem wie bei einer Lösegeldzahlung oder Erpressung mit einer Gefahr für Leib oder Leben droht. Das gilt nach dem Urteil vom Finanzgericht Düsseldorf aber dann nicht mehr, wenn es sich um einem über die Hausratversicherung abzudeckenden Schaden handelt (Az. 3 K 3072/06 E).

In einem solchen Fall stellt der Eigenanteil aufgrund einer bestehenden Unterversicherung keine Zwangsläufigkeit dar, sodass der Abzug von außergewöhnlichen Belastungen entfällt. Dieser Posten darf generell auf Antrag vom Gesamtbetrag der Einkünfte abgezogen werden, wenn zwangsläufig größere Aufwendungen als der überwiegenden Mehrzahl der Bevölkerung mit identischen Einkommens- und Vermögensverhältnisses sowie gleichem Familienstand erwachsen. Dann liegen Ausgaben vor, die steuerlich aufgrund der Außergewöhnlichkeit und Zwangsläufigkeit berücksichtigungsfähig sind. Hingegen stellen Vermögensverluste durch einen Diebstahl erst einmal noch keine Aufwendung dar. Die Kosten entstehen nämlich erst mit der Wiederbeschaffung der gestohlenen Sachen und sind nur insoweit als außergewöhnliche Belastung abziehbar, als es sich um existentiell notwendige Wirtschaftsgüter wie etwa Hausrat handelt.

Im Urteilsfall ging es aber um gestohlenen Schmuck. Denn durch den hervorgerufenen Verlust ist zwar tatsächlich ein Aufwand entstanden, der außergewöhnlich ist und nicht die überwiegende Mehrzahl der Bevölkerung betrifft. Aber es fehlt in diesem Fall an der Belastung, denn das Finanzamt darf den Schaden um denkbare Ersatzansprüche mindern oder sogar komplett neutralisieren. Ein Diebstahl von Gegenständen in den eigenen vier Wänden lässt sich über eine Hausratpolice versichern. Ein solcher Abschluss ist in Deutschland üblich und wird gerade in gut situierten Kreisen nahezu flächendeckend praktiziert, so die Düsseldorfer Richter. Hat der Betroffene jedoch keine oder eine zu geringe Hausratversicherung abgeschlossen, ist die Zwangsläufigkeit der Aufwendungen daher zu verneinen.

Das Gericht weist noch auf einen allgemeinen Grundsatz hin: Wird eine mögliche und heutzutage nahezu von jedermann wahrgenommene Versicherungsmöglichkeit nicht ausgeschöpft, schließt dies die Geltendmachung des Schadens als außergewöhnliche Belastung aus. Das gilt auch dann, wenn der Betroffene vom Bestehen einer ausreichenden Versicherung ausgegangen ist und daher keine Erhöhung der Versicherungssumme veranlasst hat. Dann ist ihm mangelnde Sorgfalt entgegenzuhalten.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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