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Archiv - Steuertipps 2009

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2009 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Fällt bei mittelbarer Beteiligung eines Berufsfremden an einer Personengesellschaft an...

Datum: 27.02.2009 | Rubrik: Gewerbesteuer
Die mittelbare Beteiligung eines Berufsfremden an einer Personengesellschaft, deren weitere Gesellschafter Freiberufler sind, führt dazu, dass die Gesellschaft insgesamt keine freiberuflichen, sondern gewerbliche Einkünfte bezieht und deshalb gewerbesteuerpflichtig ist. Dies hat der Bundesfinanzhof (BFH) klargestellt.

In dem zugrunde liegenden Fall unterhielt eine Personengesellschaft (Untergesellschaft) ein Ingenieurbüro. Neben Ingenieuren war an ihr auch eine weitere Personengesellschaft (Obergesellschaft) beteiligt. Diese fungierte als Holding für zahlreiche weitere Ingenieurbüros. Die Gesellschafter der Obergesellschaft waren durchweg Ingenieure. Nur ein Gesellschafter war Diplom-Kaufmann. Er kümmerte sich um die kaufmännischen Angelegenheiten der Gesellschaft.

Der BFH entschied, dass die mittelbare Beteiligung des Diplom-Kaufmannes an der Untergesellschaft dazu führt, dass diese insgesamt gewerbliche Einkünfte bezieht. Dabei knüpfte das Gericht an die ständige Rechtsprechung an, dass eine Personengesellschaft nur dann freiberufliche Einkünfte erzielt, wenn sämtliche Gesellschafter die Merkmale des freien Berufs in eigener Person erfüllen. Diese Voraussetzung sei nur erfüllt, wenn der Gesellschafter über die im Gesetz vorausgesetzte persönliche Berufsqualifikation verfüge und er diesen Beruf tatsächlich auch ausübe, betonte der BFH. Sei das nicht der Fall, spreche man von einem berufsfremden Gesellschafter. Da die Obergesellschaft als solche die auf natürliche Personen zugeschnittenen Merkmale des § 18 Abs. 1 Nr. 1 Einkommensteuergesetz (EStG) nicht erfüllen könne und ein Gesellschafter allein durch das Halten einer Beteiligung noch keinen freien Beruf ausübe, müsse auch bei den mittelbar beteiligten Gesellschaftern geprüft werden, ob sie die gesetzlichen Merkmale freier Berufstätigkeit verwirklichten.

Im Streitfall war der mittelbar beteiligte Diplom-Kaufmann laut BFH ein berufsfremder Gesellschafter, weil er weder Ingenieur war noch den in § 18 EStG aufgeführten Beruf des beratenden Betriebswirts tatsächlich ausgeübt hat. Hierfür genüge es nämlich nicht, lediglich sein «eigenes» Unternehmen in kaufmännischer Hinsicht zu leiten.

Zeitgleich hat der BFH auch die Einkünfte der Obergesellschaft als Einkünfte aus Gewerbebetrieb beurteilt. Denn die Obergesellschaft habe als Holding lediglich geschäftsleitende Funktionen innerhalb einer Firmengruppe wahrgenommen und damit keinen freien Beruf ausgeübt.

Bundesfinanzhof, Urteile vom 28.10.2008, VIII R 69/06 und VIII R 73/06
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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