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Archiv - Steuertipps 2009

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2009 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Wohnraumkosten steuerlich aufteilbar...

Datum: 04.02.2009 | Rubrik: Kinder
Bei einer sozialpädagogischen Lebensgemeinschaft kann der Teil der Wohnraumkosten, der auf die aufgenommenen Kinder entfällt, steuerrechtlich der beruflichen Sphäre zugeordnet werden. Dies hat das Finanzgericht (FG) Düsseldorf entschieden. Bei einer sozialpädagogischen Lebensgemeinschaft werden junge Menschen mit familiären Problemen zur Verbesserung ihrer Entwicklungschancen in eine intakte Familie aufgenommen. Die Klägerin, die verheiratet ist und zwei leibliche Kinder hat, gründete 2003 eine solche Lebensgemeinschaft. Dabei nahm sie drei Kinder in ihre Familie auf. Seitdem erzielt sie Einkünfte aus selbstständiger Arbeit. Träger der sozialpädagogischen Lebensgemeinschaft ist der Landschaftsverband. Für jedes betreute Kind wird eine monatliche Abrechnung für das zuständige Jugendamt erstellt. Das Betreuungshonorar beinhaltet unter anderem anteilige Raumkosten. Dieser Kostenfaktor wird in Anlehnung an den «Rahmenvertrag I NRW» über eine Aufteilung der gesamten Wohnkosten nach Köpfen ermittelt.

Nach Ansicht des FG kann der Aufwand für die Gemeinschaftsräume - zum Beispiel hinsichtlich der Gebäude-AfA - ebenfalls nach Kopfteilen, also nach dem Verhältnis der Zahl der privaten Bewohner (hier: 2 Erwachsene, 2 leibliche Kinder) zu den «Projektkindern» in einen beruflichen und einen privaten Anteil aufgeteilt werden. § 12 Abs. 1 Satz 2 Einkommensteuergesetz (EStG) stehe dem nicht entgegen. Das gesetzgeberische Ziel des § 12 EStG, vom Steuerpflichtigen herbeigeführte Verlagerungen privaten Aufwandes in den einkünftebezogenen Bereich zu verhindern, sei im Fall der Kläger nicht berührt. Die Verbindung der privaten mit der beruflichen Sphäre sei im vorliegenden Fall gesetzgeberisch gewollt, mit behördlichen Zulassungen versehen und mit öffentlichen Geldern finanziert worden, betonten die Richter. Mit der Unterbringung und Betreuung verhaltensauffälliger Kinder und Jugendlicher in einer (privaten) familiären Wohnsituation verspreche sich der Landschaftsverband als Träger der Einrichtung besondere Entwicklungschancen, die ein Platz in einem Kinderheim oder in einer vergleichbaren Einrichtung nicht bieten könne.

Wegen der grundsätzlichen Bedeutung des Falls für eine Vielzahl ähnlicher Fälle, in denen im privaten Umfeld gegen Entgelt Kinder betreut werden, hat das FG die Revision zugelassen. Diese ist bereits unter dem Aktenzeichen IX R 49/08 beim Bundesfinanzhof anhängig.

Finanzgericht Düsseldorf, Urteil vom 25.09.2008, 11 K 1232/07
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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