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Archiv - Steuertipps 2009

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2009 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Umzug in die Nähe des Arbeitgebers zählt nicht immer...

Datum: 20.11.2009 | Rubrik: Werbungskosten
Erfolgt ein Umzug wegen einer gescheiterten Ehe, ist dieser auch dann nicht beruflich veranlasst, wenn dadurch die Entfernung zum Arbeitsplatz deutlich verkürzt wird. Daher lassen sich die Aufwendungen nach dem Urteil vom Finanzgericht München auch nicht als Werbungskosten von der Steuer absetzen (Az. 6 K 683/08). Im zugrunde liegenden Fall war ein Beamter bei einer Behörde beschäftigt, die 30 Kilometer von seiner Wohnung entfernt lag. Nach der Trennung von seiner Ehefrau zog er in eine neue Wohnung, die nur noch drei Kilometer weit von der Arbeitsstätte weg war.

Solche Umzugskosten bleiben aufgrund der bestehenden privaten Veranlassung unberücksichtigt. Denn der Tapetenwechsel hängt in einem solchen Fall ursächlich mit der Trennung und Ehescheidung zusammen. Damit steht fest, dass der Beamte nicht deshalb umgezogen ist, um den Weg zwischen Wohnung und Arbeitsstätte deutlich zu verkürzen, sondern weil seine Ehe gescheitert war. Der Umzug selbst ist daher nicht aus beruflichen Gründen erfolgt, sondern weil primär private Gründe ausschlaggebend waren. Daher spielt keine Rolle mehr, dass sich der Wohnungswechsel auch beruflich durch die Fahrtzeitverkürzung positiv ausgewirkt hat. Die ist lediglich eine zweitrangige Konsequenz und belässt es bei privat veranlassten Aufwendungen.

Nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) ist Voraussetzung für den Werbungskostenabzug, dass der Umzug nahezu ausschließlich beruflich veranlasst ist und private Gründe also höchstens eine ganz untergeordnete Rolle spielen. Eine derartige berufliche Veranlassung hat der BFH zum Beispiel anerkannt, wenn der Umzug aus Anlass eines Arbeitsplatzwechsels erfolgen musste oder wenn - auch ohne berufliche Veränderung - durch den Umzug der erforderliche Zeitaufwand für den Weg zwischen Wohnung und Arbeitsstätte wesentlich vermindert worden ist. Als wesentliche Verkürzung wird dabei eine Ersparnis von mindestens einer Stunde täglich angesehen. Auf Motive des Arbeitnehmers für den Umzug in eine größere Mietwohnung oder ein Einfamilienhaus ist dann nicht mehr abzustellen, wenn die berufliche Veranlassung des Umzugs nach objektiven Kriterien eindeutig feststeht.

Doch im Urteilsfall war der Umzug privat veranlasst. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich der Beamte und seine Ehefrau getrennt und er ist aus der gemeinsamen Ehewohnung ausgezogen. Damit ist klar, dass er nicht umgezogen ist, um den Weg zwischen Wohnung und Arbeitsstätte zu verkürzen, sondern weil seine Ehe gescheitert war. Für den Umzug selbst waren also private Gründe ausschlaggebend. Unerheblich ist dabei, dass sich der Umzug auch beruflich durch die Verkürzung der Fahrzeit auswirkt. Dies ist im lediglich eine Nebenfolge der privat veranlassten Veränderung.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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