Home Kontakt Impressum Datenschutz Email
Die höchste deutsche Instanz in Rechtsfragen ist der Ansicht:
"Wer die Pflicht hat, Steuern zu zahlen,
hat auch das Recht, Steuern zu sparen!" (BGH, 1965)
 
signierte Kommunikation

Schützen auch Sie Ihre (Steuer)Daten vor unbefugten Zugriff Dritter!

Newsticker

Terminkalender

November 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
    1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30
 
Keine Termine und/oder Feiertage vorhanden...

Archiv - Steuertipps 2009

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2009 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Steuerprivilegien auch für ausländische Anteile...

Datum: 12.11.2009 | Rubrik: Investmentfonds
Der Bundesfinanzhof (BFH) hat aktuell die Benachteiligung von Auslandsfonds als Verstoß gegen die Kapitalverkehrsfreiheit eingestuft, weil der heimische Fiskus auf solche sogenannten schwarzen Fonds selbst im Verlustfall eine hohe Pauschalsteuer verlangte (Az. I R 88/07). Zuvor hatten die Richter das bereits bei Fonds aus der EU so gesehen (Az.: VIII R 24/07), nun erweitern sie dies auf Gesellschaften aus Drittländern wie die USA, China, oder Südkorea.

Die Urteile betreffen Fondsgesellschaften jenseits der Grenze, die den umfangreichen heimischen Veröffentlichungspflichten nicht nachkamen oder, wie etwa Hedge-Fonds, jahrelang überhaupt nicht in Deutschland zugelassen waren. Die beanstandete Regel verlangte, dass Anleger hohe fiktive Pauschalsteuern auf nicht angefallene Erträge versteuern mussten. Diese Diskriminierung entfällt nun weltweit, versteuert werden müssen nur die tatsächlich angefallenen Zinsen und Dividenden, also deutlich weniger und bei Hedge-Fonds in der Regel gar nichts. Damit besteht Aussicht auf eine hohe Steuererstattung für alle Fondssparer, die ihre Erträge dem Fiskus deklariert hatten. Sie dürfen nun die deutlich günstigeren Regeln bei inländischen Anteilen für sich reklamieren.

Das rechtswidrige Gesetz wurde 2004 abgeschafft, weil die heimische Finanzverwaltung diese Urteile wohl schon erwartet und für eine Gleichstellung der Fonds unabhängig von der Herkunft gesorgt hatte. Also können Fondssparer sich in offenen Fällen aus der Zeit vor 2004 noch erfolgreich wehren und zu viel bezahlte Steuern oder vorab einbehaltenen Zinsabschlag zurückfordern. Das gelingt, wenn die alten Steuerbescheide noch nicht bestandskräftig sind.

Oft hatten Sparer die Erträge in der Steuererklärung gar nicht angegeben. Solche schwarzen Fonds lagen nämlich meist in Auslandsdepots, um dem hohen Zinsabschlag auf nicht angefallene Renditen zu entgehen. Folglich gibt es vom Finanzamt jetzt auch kein Geld zurück, denn es wurde ja auch zuvor nichts bezahlt.

Dennoch lassen sich die beiden Urteile des BFH auch von Steuersündern nutzen, und dies sogar bei längst bestandskräftigen Bescheiden. Denn das Strafmaß für die begangene Steuerhinterziehung reduziert sich deutlich, weil viel weniger Kapitaleinnahmen nicht gemeldet worden sind. Statt fiktiver hoher Kapitaleinnahmen selbst in Verlustjahren müssen in der Regel nur die Dividenden, Mieten oder Zinsen nachgemeldet werden. Da könnte es leichter fallen, Sünden der Vergangenheit zu beichten und über eine Selbstanzeige reinen Tisch zu machen.

Geschieht das nicht, setzt sich die Steuerhinterziehung nämlich auf Dauer fort. Während bei Inlandsdepots seit Neujahr 2009 ohne größeren Aufwand Abgeltungsteuer anfällt, müssen dem Fiskus Auslandserträge weiter gemeldet werden. Geschieht das nicht, sündigt der Anleger aufgrund der entfallenden Spekulationsfrist deutlich häufiger.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
Datensätze: 243 | Seite: 212 von 243
« zurück 209 210 211 212 213 214 215 » weiter
Mi., 22. November 2017

Infopool dieser Seite

Keine Informationen zu dieser Seite vorhanden!

Lohnsteuerhilfe für Mitglieder

SteuerTicker

Für das Steuerjahr 2017 existieren noch keine Steuertipps.
 
Fragen zur Einkommensteuer, Einkommensteuerhilfe
 
 

Wussten Sie, dass...

... Lohnsteuerhilfevereine seit über 40 Jahren die steuerlichen Interessen der Arbeitnehmer gegenüber den Finanzämtern erfolgreich vertreten!
 

Social Bookmarks