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Archiv - Steuertipps 2009

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2009 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Beratung anlässlich einer Scheidung zählt nicht...

Datum: 02.02.2009 | Rubrik: Außergewöhnliche Belastung
Die Zahl der Scheidungen in Deutschland bleibt beständig auf hohem Niveau, jährlich sind es rund 200.000. Damit werden von 1.000 bestehenden Ehen elf geschieden. Und so eine Trennung kostet. So kann das Paar den günstigen Splitting-Tarif nicht mehr in Anspruch nehmen und muss für Familiengericht und Rechtsanwalt zahlen. Immerhin sind die Kosten der Scheidung regelmäßig beim Finanzamt als außergewöhnliche Belastung absetzbar. Unterhaltszahlungen sind sogar als Sonderausgaben abziehbar. Im Gegenzug muss der Ex-Partner diese Leistungen versteuern. Ein Vorteil tritt dann ein, wenn die Steuerprogression beim Empfänger niedriger ist als beim Zahlenden. Abziehbar ist der Unterhalt bis zu 13.805 Euro pro Jahr. Auch Sachleistungen wie etwa der Mietwert einer kostenlos überlassenen Wohnung oder der zur Verfügung gestellte Pkw können berücksichtigt werden.

Entstehen jedoch Rechtsberatungskosten im Zusammenhang mit der Unterhaltsregelung oder der Vermögensauseinandersetzung im Rahmen eines Scheidungsverfahrens, sind sie nicht als außergewöhnliche Belastungen zu berücksichtigen. Der Tenor dieses Urteils vom Hessischen Finanzgericht (Az. 4 K 2858/07) basiert auf der neuen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs, wonach Kosten für die Auseinandersetzung über den Unterhalt und das Vermögen keine außergewöhnlichen Belastungen mehr darstellen (Az. III R 27/04). Das liegt an den zivilrechtlichen Vorschriften, weil die Durchführung eines Scheidungsverfahrens nicht mehr von einer vorherigen Einigung über den Unterhalt eines Kindes oder dessen Mutter abhängt.

Da der Antrag eines Ehegatten über den Unterhalt nicht mehr zwingend zusammen mit dem Scheidungsantrag verhandelt und entschieden werden muss, fehlt es insoweit an der Zwangsläufigkeit. Diese ist jedoch Voraussetzung für den steuerlichen Abzug von außergewöhnlichen Belastungen. Diese negative Sichtweise trifft auch auf Kosten zu, die durch eine Familienmediation im Ehescheidungsverfahren entstehen.

Wird erst nach Jahren klar, dass die kompletten oder einzelnen Positionen der Scheidungskosten hätten steuerlich geltend gemacht werden können, darf dies noch nachgeholt werden. Nach einem Urteil des Finanzgerichts Baden-Württemberg (Az. 14 K 265/03) sind nachträglich eingereichte Belege auch bei bestandskräftigen Steuerbescheiden zu berücksichtigen, sofern bei der ehemaligen Erklärung kein Fachmann zur Seite stand. Somit können bis zum Ablauf der Verjährung noch Belege, Verträge oder Sachverhalte eingereicht werden, die zu einer Erstattung führen.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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Fr., 24. November 2017

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